Start der Artikelserie "A8-Ausbau"

Der Ist-Zustand und die Planungen

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Stau auf der A8. Vor allem in der Urlaubszeit ist viel Verkehr zwischen München und Salzburg unterwegs.

Landkreis - Seit etwa zehn Jahren wird geplant, wie die A8 zwischen München und Salzburg zukünftig aussehen soll. Die Strecke gehört zu den ältesten Autobahnen Deutschlands. Nun rückt der Ausbau immer näher.

Die Defizite der A8 zwischen Rosenheim und Salzburg sind offensichtlich. Die Fahrbahnen sind relativ schmal, der Asphalt schon viele Male repariert. Der Mittelstreifen ist mit 1,20 Metern ebenfalls viel zu schmal. Standstreifen fehlen streckenweise komplett. All das sind Sicherheitsrisiken, die mit einem Ausbau behoben werden sollen.

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Ein weiteres Problem ist, dass Auf- und Abfahrten zum Teil viel zu kurz sind. Ein vernünftiges Beschleunigen und Abbremsen muss daher auf der Autobahn stattfinden. Auch das ist ein Unfallrisiko - vor allem wenn Lkw auf die Autobahn fahren und länger zum Beschleunigen brauchen als ein Auto. Zudem sind einige Kurven sehr eng, was ebenfalls nicht mehr den modernen Anforderungen an eine Autobahn entspricht.

Was den Ausbau der Strecke erschwert, sind die Orte entlang der Autobahn. Bereits jetzt liegen Dörfer viel zu nahe an der Trasse. Wenn diese von zwei Spuren auf drei Spuren mit Standstreifen verbreitert wird, rückt die viel befahrene Autobahn noch näher an die Orte heran. Für diese müssen Sonderlösungen gefunden werden, damit Lärm, Abgase und Erschütterungen die Region nicht völlig unbewohnbar machen. Allerdings gehen die Experten der Autobahndirektion Südbayern davon aus, dass sich die Situation für Anwohner mit dem Ausbau verbessern werde. Und auch die Lage der Autofahrer. Denn die A8 zählt derzeit zu den stau- und unfallreichsten Autobahnen Deutschlands.

Was ist beim A8-Ausbau geplant?

Der Abschnitt zwischen Rosenheim und dem Bernauer Berg soll zunächst modernisiert werden. Diese rund 16 Kilometer lange Strecke haben Experten im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen mit dringendem Bedarf eingestuft. Wie auch die restliche Strecke bis zur Landesgrenze soll die A8 dort sechsspurig und mit Standstreifen ausgebaut werden.

Ziel ist es, den Ausbau auf dem Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und Achenmühle 2019 zu beginnen. Sobald der Inn überquert ist, verengen sich derzeit die Fahrbahnen auf jeweils zwei Spuren. Das sorgt nicht nur in der Urlaubszeit regemäßig für Stau. Daher wird dieser Abschnitt mit dringendem Bedarf eingestuft.

(Anm. d. Red.: Für weitere Informationen auf die Karten klicken.)

Mit dem Streckenabschnitt von Achenmühle bis zum Bernauer Berg soll bereits 2018 begonnen werden. Eine besondere Rolle spielt hier Frasdorf, weil der Ort schon jetzt ein Nadelöhr an der A8 ist. Dort haben sich Bürgerinitiativen intensiv für bessere Bedingungen beim Ausbau eingesetzt:

Viel dringender erscheint hingegen, dass sich etwas im Bereich vom Chiemsee bis zur Bundesgrenze tut. Dort ist die Autobahn noch wie sie vor etwa siebzig Jahren gebaut worden ist. Allerdings haben Experten den Abschnitt im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen lediglich unter weiterem Bedarf eingestuft. Wann der Ausbau dieses Streckenabschnitts beginnt, ist also noch offen.

Die Autobahn südlich des Chiemsee ist eine der ältesten Strecken in Deutschland. Die Trasse ist in den 1930er Jahren zu Zeiten des Nationalsozialismus gebaut worden:

Auch wenn der Baubeginn noch nicht feststeht, wurden und werden in diesem Abschnitt bereits einige Brücken modernisiert, wie zum Beispiel die Talbrücke Bergen:

Kritik gibt es vor allem daran, dass der Bereich der A8 kurz vor der Bundesgrenze lediglich mit weiterem Bedarf eingestuft  worden ist. Denn gerade dort gibt es zahlreiche Defizite an der Strecke:

Zweites Nadelöhr neben Frasdorf ist in Sachen A8-Ausbau Piding. Dort verläuft die A8 ebenfalls mitten durch den Ort. Der geplante Ausbau sorgt auch hier für teils hitzige Diskussionen:

Noch in dieser Woche beschäftigen wir uns näher mit dem geplanten Ausbau des Abschnittes von Rosenheim zum Bernauer Berg.

Katja Schlenker

Quelle: rosenheim24.de

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