Kampagne: "Ein Netz für Bahnpendler"

Netzlos zwischen München und Salzburg

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Auf der Zugstrecke von München nach Salzburg sind Bahnfahrer oft netzlos.

Landkreis - Mobiles Internet in der Bahn ist auf der Strecke quer durch Oberbayern rar. Wer dennoch Nachrichten verschicken möchte, muss flink sein.

Vier, drei, zwei, eins. Wie einen Countdown zählt es die Netzbalken auf dem Handybildschirm runter. Soeben ist der Zug am Rosenheimer Bahnhof in Richtung München gestartet. Kaum aus der Stadt raus, ist die Verbindung zum Mobilfunk weg. Danach tanzen die Netzbalken Samba. Während der halbstündigen Fahrt taucht immer mal wieder ein kleines Bälkchen auf. Und ist gleich wieder weg. Eine stabile Verbindung kommt nicht zustande bis die Landeshauptstadt in Sicht ist.

Weitere Informationen:

Eine Zugfahrt auf der Strecke zwischen München und Salzburg ist müßig für all jene, die unterwegs etwas im weltweiten Netz erledigen wollen. Selbst Anrufe bei der Familie oder der Arbeit wegen sind kaum möglich. Am Hauptbahnhof in München telefoniert ein Mann noch schnell. Es geht um eine berufliche Angelegenheit. Wenn derjenige am anderen Ende der Leitung ihn noch mal anrufen möchte, dann muss er das in der nächsten Viertelstunde tun, sagt der Mann. Denn bald fahre der Zug los und danach sei die Verbindung weg. Und so kommt es dann auch. Mit dem Autobahnring München lassen die Zugfahrer in Richtung Salzburg auch den Handyempfang hinter sich.

Fast die komplette Strecke bis Salzburg ist die Leitung tot. Weder der Mobilfunk noch das mobile Internet funktionieren stabil. Draußen ziehen unterdessen Wälder, Felder und Wiesen vorüber. Manchmal weiden Kühe in aller Ruhe auf den grünen Flächen. Unterwegs führt die Strecke am Simssee und dem Chiemsee vorbei. Und schließlich bietet sich ein guter Blick auf die Berge der Chiemgauer Alpen.

Zwischendrin gibt es auch kurze Lichtblicke auf dem Handy-Bildschirm. Als Aßling draußen am Fenster vorbeizieht, schnellt die mobile Verbindung kurz nach oben. Es reicht, um eine Nachricht zu verschicken. Allerdings nur, da sie zuvor bereits ins Handy getippt gewesen ist. Sonst hätte der Verbindungsmoment wohl nicht genügt. In größeren Orten entlang der Zugstrecke gibt es ebenfalls immer mal wieder einen besseren Anschluss. Nahe dem Bahnhof in Rosenheim piepsen mehrere Telefone im Abteil. Offenbar haben sie wieder ins Netz gefunden und Nachrichten empfangen.

Am Bahnhof in Prien kommt dann auch nochmal eine Nachricht zum Handy zurück. Sie ist bereits vor etwa 15 Minuten verschickt worden. Danach herrscht wieder Stille. Mobilfunknetz ist nicht verfügbar. Dieser Satz wird immer wieder beim Öffnen des Telefonmenüs auf dem Bildschirm angezeigt. Oder kurz: Kein Dienst. Das teilt das Telefon schon auf dem Startbildschirm mit. Damit ist im Grunde alles gesagt.

In Traunstein kehren Bahnfahrer dann kurz ins Mobilfunknetz und mobile Internet zurück. Einige Minuten steht der Zug am Bahnhof. Rasch die Familie anrufen? Kurz ein Foto von den Bergen verschicken? Wenn nicht jetzt, wann dann. Danach gibt es erst in Salzburg wieder eine gute Verbindung, sofern das Roaming funktioniert.

Kampagne: "Ein Netz für Bahnpendler"

Wer mit dem Zug zwischen Salzburg und München unterwegs ist, braucht Geduld. Mobiles Internet gibt es entlang der Strecke nur selten. Selbst mit Telefonieren ist es schwierig. 

Wir, die OVB24 GmbH mit ihren Nachrichtenportalen rosenheim24.de, chiemgau24.de, innsalzach24.de, BGLand24.de, wasserburg24.de und mangfall24.de, starten deshalb eine Kampagne. Wir wollen mit Unterstützung unserer Leser und gemeinsam mit Bahnbetreibern sowie Mobilfunkanbietern eine Lösung für die aktuelle Offline-Situation finden. 

Aus diesem Grund haben wir auch die Facebook-Seite "Ein Netz für Bahnpendler" ins Leben gerufen. Auf dieser Facebook-Seite posten wir alle Artikel sowie aktuelle Entwicklungen zum Thema. Alle betroffenen Bahnpendler sind herzlich eingeladen, die Facebook-Seite zu liken!

Katja Schlenker

Quelle: rosenheim24.de

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