30 Vögel am Chiemsee haben bereits den H5N8-Virus

Vogelgrippe: Verdachtsfälle am Waginger und Tachinger See

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Landkreis - Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus. Neben den bestätigten Fällen die rund um den Chiemsee bekannt geworden sind, gibt es nun auch Fälle am Waginger und Tachinger See.

Auch am Waginger und Tachinger See gibt es jetzt einen Verdachtsfall auf Vogelgrippe. Bei einer am Montag bei Taching aufgefundenen toten Möwe stellte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in einem Schnelltest das H5-Virus fest. Ob es sich um den Subtyp N8 handelt, wird derzeit vom nationalen Referenzlabor des Friedrich-Löffler- Instituts in Mecklenburg-Vorpommern untersucht. 

Mit einem Befund rechnet das Traunsteiner Veterinäramt bis spätestens Dienstag. Trotzdem wird das Landratsamt Traunstein vorsorglich noch am Freitag eine Kontrollzone rund um den Waginger und Tachin ger See verfügen. In diesem drei Kilometer breiten Streifen gilt wie am Chiemsee die Stallpflicht. Betroffen sind 230 Haltungen mit rund 3.000 Hühnern, Enten, Gänsen und anderem Geflügel , die vor dem Virus geschützt werden sollen.

Hunde sollen angeleint werden

Die Amtstierärzte weisen darauf hin, dass derzeit am Chiemsee und am Waginger/Tachinger See ausschließlich Wildvögel von dem Virus befallen sind. Sie rechnen nach derzeitigem Stand nicht mit einem großen Wildvogelsterben, da bisher an beiden Seen lediglich insgesamt 26 tote Vögel eingesammelt wurden. 17 von ihnen wurden positiv getestet. 

Menschen sind nicht gefährdet. Hundebesitzer werden jedoch gebeten, wie am Chiemsee, ihre Tiere in Ufernähe vorsorglich anzuleinen. Im Landratsamt Traunstein wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Vogelgrippe haben, können dort unter der Telefonnummer 0861/58-411 anrufen. Das Bürgertelefon ist von 8 bis 16 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr besetzt.

Bestätigte Fälle am Chiemsee

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, wurden im Bereich der Chiemsee-Gemeinden im Landkreis Rosenheim nun weitere zwölf Wildvögel positiv auf Aviäres Influenza H5 getestet worden. 

Es handelt sich um zehn Reiherenten, eine Wildente und einen Bussard. Die Fundorte der verendeten Vögel liegen in den Gemeinden Bernau, Prien, Gstadt und Chiemsee. 

Damit sind insgesamt 30 Fälle bekannt: 20 Vögel waren im Landkreis Rosenheim und zehn im Landkreis Traunstein mit dem Virus infiziert. 

Für Menschen besteht keine Gefahr

Bereits am Dienstag betonte Pressesprecher Roman Schneider im Gespräch mit chiemgau24.de, dass die Vogelgrippe für den Menschen absolut ungefährlich ist. Die Behörden baten die Bürger in ihren Landkreisen, tote Tiere umgehend beim Veterinäramt zu melden und die Kadaver nicht zu berühren. Auch die Weihnachtsgans könne bedenkenlos gekauft werden, man sollte sie jedoch gut durchkochen. "Das ist aber immer eine Empfehlung bei Geflügel", so der Pressesprecher.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim/Landratsamt Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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