Bewegung in der Region im Visier der Behörden

Bewaffnete Reichsbürger im Kreis Rosenheim? - 31 Personen im Fokus

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Landkreis Rosenheim - 31 Personen sind bei einer Prüfungsaktion des Landratsamtes zur Feststellung von Waffenbesitz durch "Reichsbürger in den Fokus gerückt. Im Zuge von dessen Berichterstattung räumte gegenüber dem OVB die Polizei Prien auch einen Großeinsatz gegen einen "Mob" aus Reichsbürgern im Dezember 2015 ein.

Wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet, prüft das Landratsamt Rosenheim auf Anweisung des bayerischen Innenministeriums derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen Inhabern einer waffenrechtlichen Erlaubnis und Personen, die in letzter Zeit einen Staatsbürgerausweis beantragt haben. Dabei stehen nach Informationen der Zeitung 31 Personen im Fokus. 

Im Verlauf des Verfahrens werden diese aufgefordert, Stellung zu dem Verdacht, dass sie Reichsbürger sind, zu nehmen. Falls sich dies auf diese oder eine andere Weise herausstellt, wird ihre Waffenrechtliche Erlaubnis aufgehoben. Die Betroffenen müssen ihre Wafffen dann beim Amt abgeben oder einen Nachweis des Verkaufs einreichen. Drei Personen hätten ihre Zugehörigkeit zu der Bewegung bereits eingeräumt.

1700 Reichsbürger in ganz Bayern

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) schätzt die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Bayern derzeit auf mehr als 1700. „Unter dem Verdacht, „Reichsbürger“ zu sein, stehen etwa 340 Waffenbesitzer“, sagte Herrmann der „Passauer Neuen Presse“ am Donnerstag. Bei einigen sei die Zugehörigkeit zu der „Reichsbürger“-Bewegung durch Schreiben an Behörden eindeutig dokumentiert. Diese Zahlen seien ein „Alarmsignal“, sagte Herrmann. „Nicht alle „Reichsbürger“ haben Waffen, aber im Vergleich zur restlichen Bevölkerung sind offensichtlich außergewöhnlich viele „Reichsbürger“ bewaffnet.“

Großeinsatz gegen Mob aus Reichsbürgern 2015

In der Region traten Mitglieder der Bewegung vor allem im Chiemgau in Erscheinung. Dort gibt es die "Heimatgemeinde Chiemgau", über die chiemgau24.de berichtete. In die Schlagzeilen geriet diese Gruppe, als ein hochrangiger Polizist dort einen Vortrag vor rund 80 Anhängern in Bad Endorf hielt. Es folgte ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten. 

Gegenüber dem OVB erklärte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Prien, Polizeihauptkommissar Stefan Jaworek, dass er im Dezember vergangenen Jahres mit 15 Einsatzwagen einem Mob von sogenannten „Reichsbürgern“ gegenüber gestanden habe. Es ging damals um die Kontrolle von Kennzeichen. Wie er der Zeitung erklärte, habe er diesen Einsatz der Presse damals nicht gemeldet. Er habe keine Trittbrettfahrer auf den Plan rufen wollen. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

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Quelle: rosenheim24.de

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