Warnehmung vs. Fakten

So haben Wohnungseinbrüche in der Region zugenommen

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Landkreis - Der Herbst ist da, die Tage werden kürzer und damit steigt auch das Einbruchsrisiko. Wir haben uns über die Lage in der Region informiert.

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Ab sofort finden Sie hier jeden Mittwoch einen Beitrag zum Thema Einbruchsgefahr in der Region

Bei nicht wenigen steigt mit dem Beginn der dunkleren Jahreszeit auch die Sorge vor Einbrechern. Bei einer Umfrage der dpa im vergangenen Jahr gaben 26 Prozent der Befragten an, sehr, 79 Prozent etwas besorgt zu sein. Bundesweit betrachtet ist diese Sorge nicht unberechtigt. Bereits im Jahr 2014 war die Zahl der angezeigten Einbrüche um rund zwei Prozent auf 152.123 Fälle gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es mit 167.136 Fällen sogar noch einmal zehn Prozent mehr. Der dabei entstandene Schaden war so hoch wie seit den 90er Jahren nicht mehr, laut einem Bericht lag er bei mehr als einer halben Milliarde Euro. Überdurchschnittlich viele Einbrecher kommen laut Kriminalstatistik aus dem Ausland.

Doch bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts 2015 des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurde bereits darauf hingewiesen, dass in der Region teilweise vom bundesweiten Trend abgewichen wird. Auch bei den Einbruchszahlen zeige sich dies. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte das Präsidium die Entwicklung der Zahl von Einbrüchen in den vergangenen fünf Jahren mit. Gleichzeitig teilten unsere Leser in einer Umfrage ihr Sicherheitsgefühl in den Landkreisen mit. Dabei ergeben sich teilweise interessante Gegenüberstellungen.

Große Sorge in Stadt und Landkreis Rosenheim

71 Prozent der Befragten im Landkreis Rosenheim fühlen sich demnach nicht vor Wohnungseinbrüchen sicher. Dabei gilt gerade dieser Landkreis und insbesondere die Stadt Rosenheim der Polizei als Paradebeispiel. Bereits im Mai wies die Polizei darauf hin, dass dort, entgegen dem bundesweiten Trend die Häufigkeit von Einbrüchen um 3,1 Prozent abnahm. 

Landkreis Traunstein: Berechtigte Besorgnis?

Im Landkreis Traunstein herrscht die zweitkritischste Einstellung. 76 Prozent der Befragten äußerten hier ihr Unbehagen über die Einbruchsgefahr. Dies zweifellos nicht unberechtigter Weise. Denn hier nahmen die Zahlen eindeutig zu. 

Berchtesgadener Land berechtigt unbesorgter

Am optimistischsten waren im Verhältnis die Berchtesgadener. Nur 66 Prozent der Befragten zeigten hier Sorge über eine Gefahr durch Einbrecher. Tatsächlich erklärte auch das Polizeipräsidium im Mai, dass das es sich beim Berchtesgadener Land "in Bezug auf Kriminalität um eine eher unauffällige und harmlose Region" handle.

Landkreise Mühldorf und Altötting: Höchste Sorge aber positive Entwicklung

Am besorgtesten mit 78 Prozent zeigten sich bei unserer Umfrage die Leser aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf. Doch gerade hier ist man fast genauso sicher, wie im "harmlosen" Berchtesgadener Land.

Hier noch einmal alle Landkreise gegenübergestellt:

Hinweis: Zum Auswählen der einzelnen Jahre die Pfeile oben links und rechts benutzen.

Im nächsten Teil der Serie konfrontieren wir die kriminalpolizeilichen Berater der einzelnen Kreise mit den Zahlen und bitten um eine Einordnung.

hs

Bisher in dieser Serie erschienen:

Polizei will mit diesen Youtube-Videos vor Einbrechern warnen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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