Es ist die hochansteckende Form

Bestätigt! Tote Reiherenten vom Chiemsee tragen H5N8-Virus

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Traunstein/Rosenheim - Was befürchtet wurde, hat sich nun bestätigt: In allen Proben der toten Wasservögel am Chiemsee wies das Friedrich-Löffler-Institut das H5N8-Virus nach.

In den Proben aller 18 Reiherenten, die am Chiemsee im Landkreis Rosenheim und im Landkreis Traunstein verendet aufgefunden wurden, hat das Friedrich-Löffler-Institut das hochpathogene H5N8-Virus nachgewiesen. Auf die von den  Landratsämtern Rosenheim und Traunstein bereits erlassene Allgemeinverfügung mit dem Aufstallungsgebot hat dieses Ergebnis keine Auswirkungen. Die Allgemeinverfügung bleibt gültig.

Tote Wasservögel nicht anfassen

Für Fragen zum Thema Geflügelpest richtete das Landratsamt Rosenheim ein Bürgertelefon ein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinäramtes sind unter der Telefonnummer 08031/392 5555 zu erreichen und zwar Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Auch das Traunsteiner Landratsamt hat auf die Vogelgrippe-Nachricht mit einem Bürgertelefon reagiert. Unter der Telefonnummer 0861/58 411 können besorgte Bürger Fragen bezüglich der Vogelgrippe stellen. Das Bürgertelefon des Landratsamtes Traunstein ist von 8 bis 16 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr besetzt.

Anordnung gegen Geflügelpest: So viele Betriebe sind betroffen

Für die Bürgerinnen und Bürger gilt weiterhin, tote Wasservögel nicht anzufassen, sondern den Fundort der Integrierten Leitstelle in Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/900 900 zu melden. Das Veterinäramt weist hier zudem darauf hin, dass nur Wasservögel eingesammelt werden. Tote Singvögel können vom Finder selbst in einem Müllbeutel oder in einer Plastiktüte verpackt über die Hausmülltonne entsorgt werden.

Hunde anleinen, Bewegungsfreiheit für Katzen einschränken

Wichtig ist dem Leiter des Veterinäramts Dr. Michael Helbing noch der Hinweis auf die mögliche besondere Rolle von Haustieren. Wenn Hunde und Katzen tote Wasservögel herbeibringen, können sie Hausgeflügelbestände gefährden. Helbing empfiehlt daher, in dem in der Allgemeinverfügung festgelegten Drei-Kilometerbereich am Chiemsee Hunde anzuleinen und die Bewegungsfreiheit von besonders eifrigen Katzen einzuschränken.

Vogelgrippe für Menschen ungefährlich

Bereits am Dienstag betonte Pressesprecher Roman Schneider im Gespräch mit chiemgau24.de, dass die Vogelgrippe für den Menschen absolut ungefährlich ist. "Es ist überhaupt kein Problem, am Chiemsee spazieren zu gehen. Nur den Hund sollte man anleinen." Die Behörden baten die Bürger in ihren Landkreisen, tote Tiere umgehend beim Veterinäramt zu melden und die Kadaver nicht zu berühren. Auch die Weihnachtsgans könne bedenkenlos gekauft werden, man sollte sie jedoch gut durchkochen. "Das ist aber immer eine Empfehlung bei Geflügel", so der Pressesprecher.

Informationen auf Homepages

Die Allgemeinverfügung zur Geflügelpest kann auf der Internetseite www.landkreis-rosenheim.de nachgelesen werden. Die Sonderausgabe des Amtsblattes wurde auf der Startseite eingestellt. Auch das Traunsteiner Veterinäramt hat am Montag bereits Tipps und Informationen zur Vogelgrippe unter www.traunstein.com.

mh/Pressemitteilung Landratsämter Rosenheim und Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Landkreis Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser