Afghane zahlte 5000 Euro für Schleusung

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Rosenheim - Nicht nur gefälscht, sondern obendrein auch noch gestohlen war der Ausweis eines 21-jährigen Afghanen. Nun erwartet ihn eine Haftstrafe.

Nicht nur gefälscht, sondern auch gestohlen ist der Ausweis eines Afghanen gewesen, den Rosenheimer Schleierfahnder vergangene Woche im Nachtzug aus Kufstein festgenommen haben. Die Bundespolizei hat den bereits verurteilten jungen Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Den Zivilfahndern entging bei einer Kontrolle im Zug nicht, dass der bulgarische Ausweis des 21-Jährigen gefälscht worden war. Damit fand die Fahrt des Afghanen in Rosenheim ein unvermitteltes Ende. Er gab zunächst an, in Deutschland einen Verwandten aufsuchen zu wollen.

Für die Reise mit dem falschen Ausweis hätte er seinem Schleuser in Griechenland über 5.000 Euro zahlen müssen. Trotz der hohen Summe musste er eigenen Angaben zufolge einen Teil der Fahrt in einem Lkw unter der Ladung zubringen. Ersten Ermittlungen zufolge war das verfälschte Dokument bereits von bulgarischen Behörden europaweit als gestohlen gemeldet worden. Die Bundespolizei zeigte ihn wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung an.

Aufgrund der klaren Sachlage beantragte die Rosenheimer Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht, ein „Beschleunigtes Verfahren“ durchzuführen. Der Richter entsprach dem Antrag und verurteilte den Afghanen zu einer Geldstrafe von 180 Euro. Offenbar hatte der Geschleuste keine Geldreserven mehr zur Verfügung, so dass er ersatzweise eine dreimonatige Haftstrafe antreten musste. Die Bundespolizei lieferte ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein. Mit dem Fall des unerlaubt eingereisten Afghanen wird sich voraussichtlich auch die Asylbehörde beschäftigen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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