Sicherheitsgespräch bei der PI Bad Aibling

"Gute Sicherheitslage" im Dienstbereich

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Bad Aibling - Am Dienstag hatte der Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling Markus Reiter und sein Stellvertreter Thomas Adami die sechs Bürgermeister der Kommunen des Dienstbereiches der Polizeiinspektion zum diesjährigen Sicherheitsgespräch zu Gast.

Regionale Verteilung der Kriminalität im kommunalen Bereich.

Besprochen wurden sowohl die Kriminalitätsschwerpunkte sowie die Kriminalitätsbelastung in den einzelnen Kommunen, als auch die Bilanz der Verkehrsunfälle mit ihren Ursachen. Erster Polizeihauptkommissar Reiter konnte mitteilen, dass die Anzahl der Straftaten im Jahre 2015 um 237 Fälle, auf 2754 gesunken ist.

Bayernweit verzeichnet die Statistik für 2015 jedoch ein Plus von 23,8 Prozent. In den Kommunen wirkte sich der Rückgang der Straftaten unterschiedlich aus. In Bad Aibling wurden 1008 (Vorjahr 1000), in Kolbermoor 725 (Vorjahr 870), in Bruckmühl 480 (Vorjahr 532), in Feldkirchen-Westerham 229 (Vorjahr 208) in Großkarolinenfeld 161 (Vorjahr 250) und in Tuntenhausen 151 (Vorjahr 131) Straftaten registriert.

Zahlen zu den Tatverdächtigen

Kriminalitätsentwicklung innerhalb der letzten 3 Jahren.

Die Aufklärungsquote liegt bei 60,2 Prozent. Dies ist eine Steigerung um 0,6 Prozent. Der landesweite Durchschnitt der Aufklärungsquote liegt bei 72,5 Prozent. Von den im Jahre 2015 ermittelten 1326 Tatverdächtigen waren 78,66 % Erwachsene, 11,46% (Vorjahr 13,19%) Heranwachsende (18bis unter 21 Jahren), 7,92% (Vorjahr 10,73%) Jugendliche (14bis unter 18 Jahren) und 2,49% (Vorjahr 2,53%) Kinder (unter 14 Jahren) als Täter festgestellt worden. Von der Gesamtzahl der Täter waren 259 weiblich, das sind 19,53% (Vorjahr 22,97%).

Der Anteil der Jugendkriminalität, von Personen unter 21 Jahren, liegt bei 21,34% (Vorjahr 26,46%). Ermittelt wurden 283 Tatverdächtige, die hauptsächlich bei Diebstahlsdelikten, Körperverletzungsdelikten und anderen jugendtypischen Straftaten (wie z.B. Sachbeschädigungen, Diebstahlsdelikten und Fahren ohne Fahrerlaubnis) aufgefallen sind. 97 jugendliche Tatverdächtige wurden wegen eines Drogendeliktes angezeigt (Rückgang um 28 Fälle).

Der Ausländeranteil an der Gesamtkriminalität lag bei 24.90%. An der Gesamtbevölkerung des Dienstbereiches der PI Bad Aibling haben die ausländischen Mitbürger einen Anteil von 11,63% (Vorjahr 10,41%).

Sicherheitslage im Dienstbereich

Insgesamt kann von einer guten Sicherheitslage im Dienstbereich der PI Bad Aibling gesprochen werden. Dies spiegelt sich auch in der Häufigkeitszahl wider, die im Dienstbereich bei 3447 (Vorjahr 3814) liegt. Diese Zahl errechnet sich aus den bekannt gewordenen Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegt diese Zahl aus dem Gesamtbereich des Polizeipräsidiums  Oberbayern Süd bei 7914 und bayernweit bei 6350.

Unfälle im Bereich der PI Bad Aibling

Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bereich der PI Bad Aibling ist im Vergleich zum Vorjahr um 88 Unfälle gestiegen, auf 1752. In dieser Zahl sind 261 Wildunfälle enthalten (Vorjahr 229).Die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen beläuft sich auf 314, mit insgesamt 388 Verletzten (Vorjahr 362).

Verkehrsunfallentwicklung innerhalb des Zeitraums von 10 Jahren.

Im Gemeindegebiet von Bad Aibling ereigneten sich 495 (Vorjahr 508) Verkehrsunfälle, in Kolbermoor 461 (Vorjahr 398), in Bruckmühl 275 (Vorjahr 280), in Tuntenhausen 208 (Vorjahr 205) in Feldkirchen-Westerham 173 (Vorjahr 180) und in Großkarolinenfeld 120 (Vorjahr 111).

Als Hauptunfallursache bei den schwereren Verkehrsunfällen sind nach wie vor überhöhte und der Situation nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss zu nennen. Bei 24 Unfällen unter Alkoholeinfluß (Vorjahr 22) wurden 10 Personen verletzt (Vorjahr 19).

Unter dem Einfluß von Drogen waren 17 Kraftfahrzeugführer im Dienstbereich unterwegs, bevor ihre Fahrt durch die Polizei beendet wurde.

An „Verkehrsunfallfluchten“ ereigneten sich rein rechnerisch täglich etwas mehr als ein Fall. 420 mal (Vorjahr 368) wurden andere Verkehrsteilnehmer geschädigt oder verletzt, ohne dass sich der Verursacher um die Person oder den Schaden gekümmert hätte. 30 Personen wurden hierbei verletzt. Die Aufklärungsquote bei diesem Delikt liegt 2015 bei 39%.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Aibling

Quelle: mangfall24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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