Straftaten um zehn Prozent gestiegen

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Brannenburg - Beim Sicherheitsgespräch der Polizeiinspektion Brannenburg wurde eines deutlich: Die Anzahl der Straftaten ist stark angestiegen. Aber es gab auch Positives: 

Am Donnerstag hatte der Leiter der Polizeiinspektion Brannenburg zum traditionellen Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern der Gemeinden im Zuständigkeitsbereich geladen.

Die Beamten der Brannenburger Inspektion sind für die Sicherheit von rund 42.500 Einwohnern auf einer Fläche von 270 km2 verantwortlich. Der Dienstbereich umfasst die Gemeinden Bad Feilnbach, Brannenburg, Flintsbach a. Inn, Neubeuern, Nussdorf a. Inn, Raubling, Rohrdorf, Samerberg.

Im Jahr 2011 wurden im Dienstbereich der Polizeiinspektion Brannenburg 1707 Straftaten statistisch erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr (1548 Fälle) stellt dies eine Steigerung um 10 Prozent dar.

Trotz des Anstieges, der dem bayernweiten Trend entspricht, weist die Bilanz im 10-Jahres-Vergleich den drittniedrigsten Stand auf.

Die Aufklärungsquote ging zwar geringfügig von 73,1 % auf 71,2 % zurück. Im Vergleich zum gesamtbayerischen Schnitt (64 %) kann die Polizeiinspektion Brannenburg aber nach wie vor einen Spitzenwert vorweisen.

Kracht lobte in diesem Zusammenhang die effektive Arbeit der Schleierfahnder, die einen wesentlichen Beitrag zur hervorragenden Aufklärungsquote im Bereich der Brannenburger Polizei leisten.

Die Häufigkeitszahl bezeichnet die Anzahl der polizeilich erfassten Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner.

Die Häufigkeitszahl für das Jahr 2011 liegt für den Bereich der Polizei Brannenburg bei 4018. Damit liegt die Kriminalitätsbelastung rund 20 % unter dem bayernweiten Schnitt (4969). Problem Alkohol

Während bei den Erwachsenen nur 4,8 % aller Straftaten unter Alkoholeinfluss begangen wurden, so waren es bei den Tatverdächtigen unter 21 Jahren rund 15 %. Die Altersgruppe der Jugendlichen und Heranwachsenden ist inbesondere bei Gewaltdelikten und Sachbeschädigungen deutlich überrepräsentiert.

Bei den Sachbeschädigungsdelikten waren im Jahr 2011 rund 26 % aller Tatverdächtigen alkoholisiert, bei der Gewaltkriminalität standen sogar 40 % der Tatverdächtigen unter dem Einfluss von Alkohol.

„Alkohol enthemmt und ist nach wie vor Gewaltförderer Nummer 1“, so das Fazit des Brannenburger Polizeichefs Felix Kracht. Die Polizeiinspektion Brannenburg werde daher ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Vorschriften legen. Kein einziger Wohnungseinbruch

Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte stieg im Jahr 2011 auf 356 an (Vorjahr 304). Mit 75 Fahrraddiebstählen stellt dieses Delikt den quantitativ größten Anteil im Bereich der Diebstahlsdelikte dar. Die Anzahl der bekannt gewordenen Ladendiebstähle betrug 41 Fälle.

Besonders stolz zeigte sich Kracht im Hinblick auf die Tatsache, dass im Jahr 2011 kein einziger Wohnungseinbruch im Bereich der Polizei Brannenburg zu verzeichnen war. Polizeiliches Fazit

„Die Zahlen belegen eindrucksvoll den hohen Sicherheitsstandard im Bereich der Polizeiinspektion Brannenburg“, so Kracht. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich nicht nur sicher fühlen, sondern leben auch objektiv in einer der sichersten Regionen Bayerns“.

Die Auswertung der Unfallzahlen für das Kalenderjahr 2011 ergab im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 720 auf 702 Verkehrsunfälle.

Trotz dieses Rückganges um 2,5 %, stieg die Zahl der Verletzten und Getöteten. Der bedauerliche bayernweite Trend schlug sich also auch im Bereich der Polizei Brannenburg nieder. Im vergangenen Jahr kamen im Zuständigkeitsbereich der Inspektion drei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben (+2), 188 Personen wurden verletzt (+11 %). Geschwindigkeit Hauptunfallursache bei Jungen Fahranfängern

Hauptunfallursachen waren Fehler beim Abbiegen/Wenden, Ein- und Anfahren (21 %), Vorfahrtsverletzungen (17 %) und überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit (16 %).

Bei 19 Verkehrsunfällen stand der Fahrzeugführer nachweislich unter Alkoholeinfluss.

Bei jedem zweiten Unfall in der Gruppe der Jungen Fahranfänger (18-24 Jahre) war überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache. Verkehrsüberwachungsmaßnahmen

Schwerpunkte der polizeilichen Verkehrsüberwachung waren die Überwachung der Geschwindigkeit sowie die Durchführung von Alkoholkontrollen.

Die Beamten der PI Brannenburg standen im Jahr 2011 mehr als 130 Stunden hinter der Laserpistole. 623 Verkehrsteilnehmer mussten aufgrund überhöhter Geschwindigkeit beanstandet werden. Dabei wurde in 506 Fällen ein Verwarnungsgeld ausgesprochen. Bei 117 Verkehrsteilnehmern war der Verstoß so gravierend, dass eine Verkehrsordnungswidrigkeiten-Anzeige erstellt wurde, die zu 1-4 Punkten in der „Verkehrssünderdatei“ führte. In zahlreichen Fällen wurde zudem ein Fahrverbot verhängt.

Im Jahr 2011 wurden bei insgesamt 635 Alkoholkontrollen 4437 Fahrzeugführer auf ihre Verkehrstüchtigkeit überprüft. Dabei mussten 62 Fahrzeugführer beanstandet und die Weiterfahrt unterbunden werden. In 33 Fällen wurde ein Strafverfahren eingeleitet und der Führerschein noch vor Ort sichergestellt. Für 29 Verkehrsteilnehmer folgte ein Bußgeldverfahren mit einem Bußgeld in Höhe von 500 - 1500 Euro sowie ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten. Ausblick

Auch 2012 wird die Polizei Brannenburg gezielt die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit überwachen und verstärkt Alkoholkontrollen durchführen, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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