Deutscher schleust minderjährige Afghanen

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Rosenheim - Am 31. März hat die Bundespolizei am Inntaldreieck die Einschleusung von vier Afghanen vereitelt. Der mutmaßliche Schleuser ist ein arbeitsloser, 38-jähriger Deutscher.

Am Inntaldreieck fiel den Fahndern ein Wagen auf, der am Vormittag von der A93 aus Kufstein kommend über die A8 Richtung München fuhr. Die hinteren Scheiben waren vollständig mit Jacken zugehängt. Nachdem die Beamten das Fahrzeug gestoppt hatten, fanden sie schnell heraus, was im Fahrzeuginneren verborgen war. Der Fahrer mit deutschem Ausweis beförderte in seinem Pkw vier Personen. Keiner von ihnen konnte sich ausweisen. Die offenbar unerlaubt eingereisten Jugendlichen gaben an, aus Afghanistan zu stammen und jeweils 16 Jahre alt zu sein.

Sie wurden in Polizeigewahrsam genommen und getrennt vom verhafteten Fahrzeugführer zur Bundespolizei nach Rosenheim gebracht. In der Dienststelle gaben sie an, eine langwierige Reise hinter sich zu haben, für die sie beziehungsweise ihre Verwandten insgesamt tausende von Euro zahlen mussten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die vier der Obhut einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge anvertraut werden.

Der 38-jährige Fahrer war bei der Befragung durch die Bundespolizisten weniger auskunftsfreudig und wollte sich zum Tatvorwurf nicht äußern. Nach Rücksprache mit der Münchner Staatsanwaltschaft konnte er die Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim am Abend wieder verlassen. Die Personalien und der Wohnsitz des polizeibekannten Arbeitslosen stehen allerdings zweifelfrei fest, so dass er sicher schon bald eine Vorladung bekommen dürfte. Der Mann muss sich aller Voraussicht nach wegen Einschleusens von Ausländern verantworten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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