Erschöpft und unterkühlt in Endorf gelandet

Schleuser setzen Migranten am Bahnhof aus

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Bad Endorf - Zehn Iraker sind am Mittwoch in Bad Endorf von unbekannten Schleppern ausgesetzt worden. Die Rosenheimer Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen.

Ein Bundespolizist wurde am Mittwochmorgen auf dem Weg zum Dienst in der Nähe des Bad Endorfer Bahnhofs auf eine zehnköpfige Personengruppe aufmerksam. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um Migranten aus dem Irak handelt. 

Sie wirkten erschöpft und unterkühlt. Die verständigten Beamten der Polizeiinspektion Prien und Beamte der Rosenheimer Bundespolizei sowie die Sanitäter eines Rettungswagens nahmen sich der Gruppe an.

Eine umfassende Verständigung war vor Ort zunächst nicht möglich. Nachdem die Migranten, darunter vier Minderjährige, in die Bundespolizeidienststelle nach Rosenheim verbracht worden waren, konnten sie mithilfe eines Dolmetschers erläutern, wie sie nach Deutschland gekommen sind. 

Falsche Versprechungen 

Ihren Angaben zufolge wurden sie von bezahlten Schleusern mit mehreren Fahrzeugen über die deutsch-österreichische Grenze gebracht. An die genauen Umstände könnten sie sich jedoch nicht mehr erinnern. 

In Bad Endorf wären sie aufgefordert worden, auszusteigen, um die Reise Richtung München mit dem Zug fortzusetzen. Statt wie abgesprochen die Fahrkarten zu besorgen, hätten die Schleuser sie unverrichteter Dinge zurückgelassen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Migranten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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