Afghanen landen im Fahndungsnetz der Polizei

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Rosenheim/Kiefersfelden - Auch in dieser Woche haben sich im deutsch-österreichischen Grenzgebiet mehrere afghanische Staatsangehörige im Fahndungsnetz von Bundes- und Landespolizei „verfangen“.

Die unerlaubt Eingereisten waren zwischen 14 und 27 Jahre alt. Die Ermittlungen gegen die Drahtzieher der Einschleusungen dauern an.

Zwei 16-jährige Afghanen konnten sich im Zug von Salzburg nach München gegenüber den Fahndern der Freilassinger Bundespolizei nicht ausweisen. In Traunstein war die Fahrt für die zwei Jugendlichen dann beendet. Sie wurden jeweils wegen unerlaubter Einreise angezeigt und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen den österreichischen Behörden zugeführt. Laut Bundespolizei sprechen die Indizien für eine organisierte Schleusung.

Im EuroCity von Kufstein Richtung München unterzogen die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung aus Raubling eine dreiköpfige Personengruppe einer Kontrolle. Weder der 14-jährige Junge noch die Männer im Alter von 26 und 27 Jahren konnten nachweisen, dass sie für einen legalen Aufenthalt in Deutschland über die notwendigen Papiere verfügten. Sie wurden im Zug auf Höhe Kiefersfelden in Gewahrsam genommen. Die Rosenheimer Bundespolizei leitete die drei nach Anzeigenerstattung und Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen an eine Münchner Aufnahmeeinrichtung weiter.

Einen mutmaßlichen Schleuser brachten Bundespolizisten bereits am Anfang der Woche in die Haftanstalt nach Stadelheim. Der 20-jährige Afghane wird verdächtigt, vier Landsleute mit einem Pkw über die A 93 illegal nach Deutschland gebracht zu haben. Abgesehen vom Fahrer, der einen italienischen Flüchtlingspass dabei hatte, konnte sich an der Anschlussstelle Oberaudorf keiner seiner Begleiter ausweisen. Die vier Personen befinden sich inzwischen in einer Flüchtlingsunterkunft. Während sich die zwei Frauen und die zwei Männer wegen unerlaubter Einreise verantworten müssen, läuft gegen den Fahrzeugführer ein Verfahren wegen der Einschleusung von Ausländern. Das Rosenheimer Amtsgericht ordnete seine Untersuchungshaft an.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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