Mit falschen Papieren im Zug unterwegs

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Rosenheim - Die Reise eines pakistanischen Bürgers endete vorzeitig. Da der Mann gefälschte Papiere bei sich trug, griffen die Ermittler zu:

Am Montag, den 6. Februar haben Rosenheimer Schleierfahnder im Fernreisezug aus Verona einen pakistanischen Staatsangehörigen verhaftet. Er hatte vergeblich versucht, die Beamten mit gefälschten Dokumenten zu täuschen. Nur einen Tag später wurde er am Amtsgericht verurteilt.

Bei einer Kontrolle im Zug auf Höhe Großkarolinenfeld wies sich der Mann mit einem pakistanischen Reisepass und einem griechischen Visum aus. Zunächst schien alles in Ordnung, doch die Reise des 28-Jährigen sollte alsbald enden. Die Beamten erkannten verdächtige Veränderungen am Pass. Schnell war klar, dass der gefälschte Ausweis ursprünglich auf eine andere Person ausgestellt worden war.

Die Bundespolizei zeigte den Pakistani wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise an. Eigenen Angaben zufolge habe er die Papiere einem Landsmann für mehrere hundert Euro abgekauft. Auf die Idee, dass mit den selbst beschafften Dokumenten etwas nicht stimmen könnte, sei er angeblich nicht gekommen. In Deutschland wolle er jedenfalls künftig leben und arbeiten.

Aufgrund der klaren Sachlage beantragte die Staatsanwaltschaft in Rosenheim bei Gericht die Durchführung eines „Beschleunigten Verfahrens“. Am Dienstag führten Bundespolizisten den Beschuldigten beim Amtsgericht vor. Der Richter verurteilte den unerlaubt Eingereisten zu einer Geldstrafe in Höhe von 360 Euro. Da er den Betrag nicht aufbringen konnte, musste er ersatzweise einen 120-tägigen Gefängnisaufenthalt antreten. Im Anschluss wird sich voraussichtlich die Ausländerbehörde mit dem Fall beschäftigen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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