Quittung für falsches Passbild: 100 Tage Haft

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Großkarolinenfeld - Ein türkischer Urkundenfälscher wurde gestern vom Amtsgericht Rosenheim verurteilt. Eine Geldstrafe konnte er nicht aufbringen.

Das Rosenheimer Amtsgericht hat am Mittwoch, 16. November, einen türkischen Urkundenfälscher zu insgesamt 1.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Da der junge Mann die Summe nicht aufbringen konnte, lieferte ihn die Bundespolizei ersatzweise in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein.

Bei der Ausweiskontrolle im Fernreisezug von Rom Richtung München händigte ein Türke den Schleierfahndern auf Höhe Großkarolinenfeld einen italienischen Flüchtlingsausweis aus.

Beim Passbild fielen den Beamten allerdings Unregelmäßigkeiten auf. Wie sich bald herausstellte, war das Bild im Ausweis offenbar nachträglich ausgewechselt worden. Die Bundespolizei zeigte den 25-Jährigen wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise an. Aufgrund der klaren Sachlage beantragte die eingeschaltete Staatsanwaltschaft bei Gericht, dass ein „Beschleunigtes Verfahren“ durchgeführt werde.

Das Amtsgericht in Rosenheim verurteilte den türkischen Staatsangehörigen noch am selben Tag zu einer Geldstrafe in Gesamthöhe von 1.000 Euro. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste der Verurteilte jedoch einen 100-tägigen Aufenthalt in der Bernauer Haftanstalt antreten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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