Diensthund hatte Fährte aufgenommen

Vermisstensuche in Haag nahm gutes Ende

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Haag in Oberbayern - Am Mittwoch, gegen 12.45 Uhr, ging bei der Polizeistation Haag i.OB eine Mitteilung ein, dass auf der B 15 bei Neuberg eine ältere Frau mit einem Rollator unterwegs wäre.

Als eine Streife dies überprüfen wollte, ging eine weitere Mitteilung ein, dass sich der Einsatz erledigt habe. Ein hilfsbereiter Autofahrer habe die Dame mitgenommen und nach Hause gebracht.

Gegen 14.30 Uhr teilte dann das Haager Pflegeheim mit, dass eine 83-jährige Bewohnerin abgängig ist. Die Dame ist erst seit Anfang Juli im Heim und mit einem Rollator unterwegs. Auf Grund dieser Mitteilung lag es nahe, dass es sich bei beiden Einsätzen um die gleiche Person handeln dürfte. Nachdem bekannt war, dass die Dame früher im Gemeindebereich Rechtmehring gewohnt hatte, konzentrierten sich die Suchmaßnahmen in diesem Bereich bzw. auf bekannte Kontaktadressen (ehemalige Wohnung, Verwandte, Bekannte usw.).

Dabei waren neben mehreren Streifenfahrzeugen auch ein Diensthundeführer und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Außerdem wurden mehrere Rundfunkdurchsagen mit dem Ziel veranlasst, dass sich der hilfsbereite Autofahrer bei der Polizei meldet. Nachdem die Absuche bis 18 Uhr ergebnislos verlief, wurden zur Unterstützung die Feuerwehren der Gemeinde Rechtmehring alarmiert.

Kurze Zeit später ging auf Grund der gehörten Radiodurchsage eine Mitteilung ein, dass im Gemeindebereich Soyen am Rande eines Maisfeldes ein Rollator (dieser war mit dem Namen Vermissten versehen) gefunden worden war. Daraufhin konzentrierten sich die Suchmaßnahmen auf den Bereich nördlich von Soyen. Neben der Polizeiinspektion Wasserburg unterstütze auch die Feuerwehr Soyen bei der Suche. Der bereits eingesetzte Diensthundeführer konnte am Fundort des Rollators mit einem Diensthund eine Fährte aufnehmen und fand die Frau etwa 20 Minuten später in einem kleinen Waldstück zusammengekauert im Dickicht. Die Frau war aufgrund der Witterung (Regen, Temperaturen um die 15 Grad) zwar durchnässt und unterkühlt, ansonsten aber ansprechbar und soweit wohlauf. Die Dame wurde nach medizinischer Erstversorgung durch die Feuerwehr dem Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus zur Untersuchung eingeliefert. Gegen 20 Uhr konnten alle an der Suche eingesetzten Kräfte entlassen werden.

Den Angehörigen war nach dem glücklichen Ausgang die Suche die Erleichterung anzusehen.

Aus polizeilicher Sicht wäre es fraglich gewesen, ob die nur mit Hose und Bluse bekleidete Frau die Nacht bei diesen Witterungsverhältnissen überlebt hätte.

Die Polizeistation Haag i.OB bedankt sich bei allen an der Suche eingesetzten Feuerwehrmännern und -frauen.

Pressemitteilung Polizeistation Haag in Oberbayern

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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