Versuchte Schleusung von sechs Personen

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Irschenberg – Die Bundespolizei nahm am vergangen Mittwoch auf der A8 einen Mann in Gewahrsam, der offenbar sechs Personen nach Deutschland einschleusen wollte.

Fahnder der Bundespolizei haben am Mittwoch, 26. September, auf der A8 einen mutmaßlichen Schleuser aus der Türkei gefasst. Als Entlohnung für seinen Fahrdienst von Italien nach Deutschland hätte er 1.000 Euro kassiert. Für die gesamte Schleusung aus der Türkei verlangten die Hintermänner der Schleusung offenbar ein Vielfaches.

Kurz nach der Anschlussstelle Irschenberg zogen die Bundespolizisten einen voll besetzten Pkw aus dem Verkehr. Im Wagen befanden sich sechs Personen, darunter ein Kleinkind. Der türkische Fahrzeugführer wies sich den Beamten gegenüber mit italienischen Aufenthaltspapieren aus. Seine Landsleute im Auto hatten weder Pässe noch Visa für Deutschland. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei in Rosenheim zufolge war diese Fahrt von Italien nach Deutschland die letzte Etappe einer organisierten Schleusung aus der Türkei. Der 37-jährige Fahrer hatte für seine kriminellen Dienste ab Italien 1.000 Euro veranschlagt. Nach Angaben der Geschleusten kostete die illegale Reise aus der Türkei insgesamt 16.000 Euro.

Am Donnerstag wurde der mutmaßliche Schleuser beim Amtsgericht in München vorgeführt. Der Richter ordnete die Untersuchungshaft an. Einer seiner unerlaubt eingereisten Begleiter, musste das Land gleich wieder verlassen. Der 28-Jährige hatte erklärt, dass er in Deutschland lediglich sein Einkommen aufbessern wollte. Die anderen beiden Männer im Alter von 23 und 29 Jahren sowie die 23-jährige Frau und ihr einjähriges Kind wurden einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeführt. Die Ermittlungen der Bundespolizei zu den näheren Umständen der Schleusung dauern an.

Pressemitteilung der Polizeiinspetkion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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