Festnahme in Kiefersfelden

Somalischer Schleuser auch in Italien gemeldet

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Kiefersfelden - Die Bundespolizei hat am Mittwoch (27. April) drei somalische Staatsangehörige in Kiefersfelden festgenommen. Wie sich bald herausstellen sollte, handelt es sich um mehr als einen Schleusungsfall.

Die dreiköpfige somalische Gruppe war zu Fuß im Kiefersfeldener Ortsbereich unterwegs. Bundespolizisten kontrollierten den jungen Mann und seine beiden Begleiterinnen. Papiere hatten die Frauen nicht dabei. Dagegen konnte der 23-Jährige eine deutsche Aufenthaltsgestattung vorweisen. Der Somalier erklärte, die beiden 19-Jährigen in Kufstein getroffen und über die deutsch-österreichische Grenze geführt zu haben. Bei der Durchsuchung des mutmaßlichen Schleusers fanden die Beamten auch eine italienische Aufenthaltserlaubnis. In dieser klebte zwar das passende Foto, die eingetragenen Personalien wichen jedoch von den Daten in der deutschen Urkunde ab.

Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei ergaben, dass der Afrikaner in Italien und in Deutschland mit verschiedenen Personalien mehrfach Asyl beantragt hatte. Die zwei 19-jährigen Somalierinnen waren der Rosenheimer Bundespolizei bereits bekannt. Sie sind nur einen Tag zuvor nach Österreich zurückgewiesen worden, nachdem siebei ihrem ersten Einreiseversuch keine Schutzgründe dargelegt hatten. Nun fiel ihnen wieder ein, dass sie in ihrer Heimat verfolgt würden. Alle drei werden sich voraussichtlich schon bald vor Gericht verantworten müssen, die Frauen wegen wiederholter unerlaubter Einreise, der Mann wegen mittelbarer Falschbeurkundung und Einschleusens von Ausländern.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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