Gestohlenen Lkw aus Verkehr gezogen

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Dieser Lkw sollte wohl nach Ägypten verschoben werden.

Kiefersfelden -  Einen in Italien unterschlagenen und offensichtlich für Ägypten bestimmten Lkw hat die Schleierfahndung Rosenheim am Dienstag buchstäblich aus dem Verkehr gezogen.

Eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim unterzog auf der Autobahn A 93 an der Rastanlage Inntal-Ost bei Kiefersfelden einen italienischen Mercedes Muldenkipper einer Kontrolle. Der 56- jährige Italiener am Steuer des „Kieslasters“ legte unter anderem Ausfuhrbegleitpapiere für den Lkw von Deutschland nach Ägypten vor. Italien, Deutschland, Ägypten – das kam den Beamten „spanisch“ vor.

Auch wenn an den vorgelegten Dokumenten keine Auffälligkeiten festzustellen waren, setzten sich die Schleierfahnder für weitere Überprüfungen mit Kollegen in Italien in Verbindung. Dabei stellte sich heraus, dass ein für den Lkw abgeschlossener Leasingvertrag bereits abgelaufen war und das Fahrzeug bereits im Dezember zurückgegeben werden sollte. Zudem waren von dem Leasingkunden aus Palermo mehrere Raten nicht mehr bezahlt worden. Mit den vorgelegten Ausfuhrpapieren war für die Beamten auch klar, dass eine Rückgabe an die Leasingfirma nicht mehr geplant war. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen übernahm das Kommissariat Grenze der Kripo Rosenheim.

Nach bisherigen Erkenntnissen wusste der 56-jährige Lkw-Fahrer nichts von der zweifelhaften Herkunft des Muldenkippers. Er hatte lediglich den Auftrag, den Lkw von Italien zum Hamburger Hafen zu überführen. Der Mann wurde nach seiner Vernehmung wieder entlassen, musste sich jedoch um ein anderes Fortbewegungsmittel umsehen. Der in Italien unterschlagene Lkw mit Zeitwert von etwa 55.000 Euro wurde sichergestellt.

Pressemitteilung des Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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