Mehrere "Gehilfen" festgenommen

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Landkreis - Mehrere unerlaubt eingereiste Personen sowie deren "Gehilfen" hat die Bundespolizei in Zügen und auf der A8 festgenommen. Auch den Helfern drohen jetzt Konsequenzen.

Am frühen Mittwochmorgen kontrollierten die Fahnder der Bundespolizei in einem Fernreisezug aus Salzburg eine 25-jährige Ungarin, die zusammen mit einer thailändischen Staatsangehörigen unterwegs war. Die Frau aus Ungarn konnte sich ausweisen, die 43-jährige Thailänderin hingegen besaß keine gültige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Sie wurde auf Höhe Teisendorf wegen ihrer unerlaubten Einreise vorläufig festgenommen und musste das Land mit einer Strafanzeige im Reisegepäck wieder verlassen.

Auf derselben Zugstrecke überprüften die Bundespolizisten im Nachtzug die Papiere eines 30-jährigen Türken, der in Begleitung einer Frau war. Beide zeigten die erforderlichen Einreisepapiere vor, doch bei der bulgarischen Identitätskarte der jungen Dame wurden die Beamten misstrauisch. Zu Recht, denn wie sich herausstellte, war der Ausweis verfälscht. Tatsächlich handelte es sich nicht um eine Bulgarin, sondern um eine 19-jährige türkische Staatsangehörige, die noch im Zug wegen des Verdachts der Urkundefälschung sowie der illegalen Einreise festgenommen wurde. Für das anstehende Strafverfahren musste sie inzwischen 300 Euro als Sicherheit hinterlegen. Anschließend wurde sie einer Aufnahmeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Lediglich mit einer österreichischen Asylkarte konnte sich ein Iraker bei der Kontrolle auf der A 8 nahe Irschenberg ausweisen. Der 29-Jährige fuhr in einem Wagen mit, der von einem 40-jährigen Deutschen gelenkt wurde. Mit Hilfe des Polizeicomputers fanden die Beamten heraus, dass gegen den irakischen Beifahrer Mitte des Jahres ein Einreiseverbot für Deutschland verhängt worden war und er demnach gar nicht erst über die deutsch-österreichische Grenze hätte kommen dürfen.

Auch er wurde wegen illegaler Einreise festgenommen und angezeigt. Das Miesbacher Amtsgericht entschied am Mittwochnachmittag, dass er zur Sicherung seiner Zurückschiebung in Haft zu nehmen sei. Er wurde in die Stadelheimer Haftanstalt eingeliefert. Gegen die Ungarin, den Türken und den Deutschen ermittelt mittlerweile die Bundespolizei. Offenbar hatten sie im jeweiligen Fall zur illegalen Einreise Unterstützung geleistet. Alle drei duften nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststellen der Bundespolizei in Bad Reichenhall beziehungsweise Rosenheim wieder verlassen.

Doch werden sie sich wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise verantworten müssen, da auch die Hilfsleistung für eine solche Straftat, so die Bundespolizei, grundsätzlich strafbar sei.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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