Miesbach: Gesuchter wieder da

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Miesbach - Nach einer groß angelegten Suche am Dienstag konnte in der Nacht noch der gesuchte vermeintliche Selbstmörder gefunden werden.

Ein 23-jähriger Mann wollte laut Polizei bereits am 30. November seinem Leben ein Ende setzen. In Garmisch misslang dieser Versuch jedoch zunächst. Hier wurde er, in einem kalten Gebirgsbach sitzend, aufgegriffen und in die Psychiatrie der Lech-Mangfallklinik in Hausham eingewiesen. Dort vertraute er sich einer Mitpatientin an. Seiner Vorliebe für Wasser folgend, wollte der in Potsdam Geborene sein Leben am Schliersee aushauchen. Kurz darauf war er am Dienstag, 4. Dezember, plötzlich verschwunden.

Mit diesen Informationen vertraut gemacht, warf die Polizei in Miesbach gegen Mittag einen großen Rettungs-Apparat mit 35 Personen an. Die Wasserwachten aus Miesbach, Tegernsee, Schliersee und Bad Aibling suchten den Schliersee und dessen Uferbereich ab, unterstützt von den Rettungshunden der BRK-Bereitschaften aus Miesbach und Rosenheim und der Hundestaffel des Malteser- Hilfsdienstes. Zudem war ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera im Einsatz.

Zeitgleich wurde die Patientin der Psychiatrie nach Details befragt. Hier stellte sich heraus, dass der Schliersee ihre eigene Erfindung gewesen wäre. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Suchmaßnahmen reduziert, da keine konkreten Anhaltspunkte auf den Aufenthaltsort des Gesuchten bestanden.

UPDATE 5.12.2012, 11.20 Uhr:

Am 5.12.12 kurz nach Mitternacht teilte ein Anwohner des Schatzelweges in Schliersee der Polizei mit, dass er Hilfeschreie wahrgenommen hat. Die sofort zur Örtlichkeit beorderte Streifenbesatzung nahm dann südlich von Althausham den unterkühlten, nur noch mit der Unterwäsche bekleideten Gesuchte aus den Händen von dortigen Passanten entgegen und brachte ihn anschließend ins Krankenhaus Agatharied wo er zunächst stationär aufgenommen und anschließend der Psychiatrie übergeben wurde .

Pressemeldung Polizei Miesbach

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner

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