„Richtiger Riecher“ bei Kontrollaktion

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„Halt, Polizei“

Rosenheim - Ende der letzten Woche führten die Beamten umfassende Verkehrsüberwachungen durch. Erneut wurde hier das Augenmerk auf den Schwerlastverkehr der B 15 gerichtet.

Zum Ende der vergangenen Woche führten die Beamten des Rosenheimer Einsatzzuges umfassende Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durch. Erneut wurde hier das Augenmerk auf den Schwerlastverkehr der Bundesstraße 15 gerichtet.

Aus polizeilicher Sicht zeigt das Ergebnis abermals die Notwendigkeit dieser Überwachungsmaßnahmen. Sowohl bei der am Donnerstag den 23.09.2010, als auch bei der am Folgetag durchgeführten Kontrollaktion mussten die Beamten wieder gravierende Verstöße gegen die geltenden Verkehrsvorschriften feststellen.

Die erste Kontrollstelle wurde am Donnerstag an einem Parkplatz im Gemeindebereich von Soyen durchgeführt. In einem Zeitraum von rund vier Stunden wurden knapp 20 in Richtung Haag fahrende Brummis aus dem Verkehrs gezogen und genauestens unter die Lupe genommen. Dass die Beamten bei der Auswahl der zu kontrollierenden Fahrzeuge den sprichwörtlich „richtigen Riecher“ hatten, zeigt sich im Ergebnis der Verkehrskontrollen. Neben mehreren Missachtungen der zulässigen Lenk- und der erforderlichen Ruhezeiten wurden zudem unter anderem zum Teil erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen und Gefahrgutverstöße festgestellt. Besonders gravierend zeigte sich auch die technische Kontrolle eines tschechischen Hängerzuges dessen Bremsanlage teilweise völlig wirkungslos war.

Am Freitag den 24.09.2010 wurde als Kontrollort die mittlerweile schon bekannte Stelle an der „alten B 15“ im Gemeindebereich von Schechen gewählt. Anders als am Vortag wurden hier die in Richtung Rosenheim fahrenden Fahrzeuge kontrolliert. In einem Überwachungszeitraum von vier Stunden wurden wiederum rund 25 Schwerlastverkehrskombinationen „rausgefischt“ und dem polizeilichen Auge vorgeführt. Neben einer Vielzahl von Verstößen aus dem Bereich der fahrpersonalrechtlichen Vorschriften wurde hier unter anderem ein Täuschungsversuch mit den zu führenden Arbeitszeitaufzeichnungen ans Licht gebracht.

Um den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten zu entkommen, verwendeten zwei Fahrer eines in München ansässigen Subunternehmens die Fahrtschreiber von anderen Kollegen.Den beiden 35 und 41 Jahre alten Chauffeure erwartet nun ein Strafverfahren, die Fahrt war an der Kontrollstelle zu Ende.

Wegen der an den beiden Tagen festgestellten Verkehrsverstöße müssen insgesamt 20 Fahrer mit einer Anzeige rechnen. Aber auch acht Firmenchefs werden in diesem Zusammenhang angezeigt, da sie sich für die festgestellten Verfehlungen mitverantworten müssen.

Acht ausländische Verkehrsteilnehmer mussten an der jeweiligen Kontrollstelle eine Kaution hinterlegen. Für insgesamt sechs Fahrzeuglenker war die Fahrt unmittelbar nach der Kontrolle zu Ende, die besagten Fahrzeuge wurden vor Ort abgestellt.

Neben den gefürchteten Punkten in der zentralen Verkehrssünderdatei in Flensburg haben alle zudem mit einem erheblichen Bußgeld zu rechen. Die festgestellte Täuschungshandlung wird als Strafanzeige der Staatsanwaltschaft vorgelegt, der Gesetzgeber sieht hier eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor.

Vielen sind die Konsequenzen ihres Fehlverhaltens meist nicht bewusst. Neben den Unannehmlichkeiten im Bezug auf ein erlassenes Buß- bzw. Strafgeld wird in diesem Zusammenhang auch immer der Entzug des Führerscheins geprüft und nötigenfalls in Erwägung gezogen. Die Polizei appelliert hier erneut an die Vernunft der Fahrzeugführer, sich mit den geltenden Vorschriften vertraut zu machen und sich an die gesetzlich vorgeschriebenen „Spielregeln“ zu halten.

Pressebericht PI Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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