In Bussen von Italien nach Deutschland

Kontrollen: 20 Afrikaner illegal eingereist

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Kontrollen

Rosenheim - Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizei verstärkt Autobahnkontrollen durchgeführt - und wurde fündig. Die Bilanz: Insgesamt 59 illegal eingereiste Personen.

Die Bundespolizei hat am Sonntagmorgen 20 Afrikaner auf der Autobahn Rosenheim – München festgenommen. Sie waren auf drei Reisebusse verteilt. Acht von ihnen benutzten für die Fahrt Richtung Deutschland nachweislich gefälschte Dokumente. Die anderen waren ganz ohne Papiere unterwegs.

Den Ermittlungen zufolge wurden die Busreisen von Schleusern organisiert. Über das Wochenende verteilt haben Landes- und Bundespolizei im südlichen Abschnitt der deutsch-österreichischen Grenze rund 60 Personen festgestellt, die offenbar vorhatten, sich in der Bundesrepublik illegal aufzuhalten.

Bei der Kontrolle der Fahrgäste zweier Busse auf Höhe Bad Aibling stießen Rosenheimer Bundespolizisten auf eine Jugendliche und elf Erwachsene, die sich nicht ordnungsgemäß ausweisen konnten. Die 15-Jährige sowie die Männer und Frauen im Alter von 18 bis 38 Jahren stammen nach eigenen Angaben aus Somalia, dem Senegal und Ghana. Vier versuchten vergeblich, die Fahnder mit gefälschten Ausweisen zu täuschen. Unterstützt von Beamten der Verkehrspolizei, überprüften die Zivilfahnder bei Holzkirchen, einen weiteren Reisebus, der ebenfalls in Italien gestartet war.

Am Ende der Kontrolle mussten acht Fahrgäste aufgrund fehlender Einreisepapiere aussteigen. Sie gaben an, aus Somalia, Gambia und dem Senegal zu stammen. Unter ihnen war ein 17-jähriger Somalier. Die übrigen sind zwischen 18 und 30 Jahren alt. Der Minderjährige und ein Landsmann hatten gefälschte italienische Fremdenpässe. Zwei andere somalische Staatsangehörige waren, wie die übrigen unerlaubt Eingereisten, ebenfalls nicht in der Lage, Ausweise vorzuzeigen.

Mithilfe von Kopien, die der Busfahrer vor Fahrtantritt angefertigt hatte, konnte jedoch nachgewiesen werden, dass die beiden ursprünglich Pässe mitführten, die zu einer polizeibekannten Fälschungsserie gehören. Offenbar hatten sie diese Fälschungen während der Reise von Italien nach Deutschland „entsorgt“. Die meisten der illegal eingereisten Afrikaner konnten der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden. Zwei werden das Land voraussichtlich schon bald wieder verlassen müssen. Wegen der beiden Minderjährigen wurde das Jugendamt eingeschaltet.

Landes- und Bundespolizei haben am Wochenende insgesamt 59 unerlaubt eingereiste Personen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet in Gewahrsam genommen. Dabei konnten die Fahnder über zehn gefälschte Dokumente sicherstellen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Schleuser die Fälschungen beschafft beziehungsweise die Fahrten mit Bussen, Autos und Zügen geplant haben. Die Organisation dieser Schleusungen lassen sich die Schlepper erfahrungsgemäß teuer bezahlen. Pro geschleuster Person kommt laut Bundespolizei in Rosenheim ein Preis von mehreren tausend Euro in Frage.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser