Bundespolizei muss wieder eingreifen:

Der fünfte Großaufgriff in fünf Tagen

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Rosenheim - Es war der fünfte „Großaufgriff“ in fünf Tagen: Am Donnerstag hat die Bundespolizei in einem Fernreisezug wieder zahlreiche unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. 

Am Donnerstag (23. April) hat die Bundespolizei in einem Fernreisezug aus Italien 26 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Unter ihnen befanden sich auch sechs unbegleitete Minderjährige. Am Rosenheimer Bahnhof mussten alle den EuroCity verlassen.

Laut Bundespolizei wird derzeit jeden Tag eine größere Personengruppe in einem Reisezug in Gewahrsam genommen und in Rosenheim zur Dienststelle gebracht. Die Zahlen belegen dies: Am Sonntag waren es 21 unerlaubt Eingereiste, Montag sind es elf gewesen, 40 am Dienstag, Mittwoch 18 und Donnerstag 26. Sie stammen insbesondere aus Syrien, Eritrea, Äthiopien und anderen afrikanischen Staaten. Einige berichteten, dass sie unter lebensgefährlichen Umständen in Booten und Schiffen das Mittelmeer überquert hätten. Ersten Erkenntnissen zufolge mussten sie für ihre organisierte Schleusung pro Person insgesamt mehrere tausend Dollar oder Euro zahlen. Für die letzte Etappe bis Deutschland wurden in den vergangenen Tagen grenzüberschreitende Züge aus Rom, Bologna oder Verona genutzt.

Die meisten der Migranten aus den Fernverkehrszügen konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Rund 10 unbegleitete Minderjährige wurden der Obhut des Jugendamts anvertraut. In einigen Fällen stellten die Bundespolizisten fest, dass unerlaubt Eingereiste bereits in anderen europäischen Ländern, wie etwa Italien, Ungarn oder Bulgarien, Asylanträge gestellt hatten. Soweit diese die Bundesrepublik nicht bereits wieder verlassen mussten, werden die zuständigen Behörden über deren weiteren Verbleib in Deutschland noch entscheiden.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

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