Sieben Afghanen in Gewahrsam genommen

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Rosenheim - Von Donnerstag auf Freitag haben Fahnder sieben afghanische Staatsangehörige ohne Papiere in Gewahrsam genommen.

Die meisten von ihnen waren minderjährig. Sie kamen mit verschiedenen Zügen und in einem Fall mit dem Auto von Österreich nach Deutschland. Die Bundespolizei ermittelt, ob eine Schleuserorganisation hinter den illegalen Einreisen steckt.

In den Nachmittagsstunden trafen die Bundespolizisten in einem EuroCity aus Kufstein zunächst auf drei afghanische Jugendliche. Sie waren 15, 16 und 17 Jahre alt. Papiere hatten sie nicht. Den Beamten gegenüber gaben sie an, dass ihre organisierte Schleusung etappenweise durchgeführt wurde. In der Nacht kontrollierte die Bundespolizei zwei Personen am Rosenheimer Bahnhof . Auch sie konnten sich nicht ausweisen.

Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen 15- und einen 16-jährigen Afghanen. Nach ersten Erkenntnissen starteten sie ihre Zugfahrt von Österreich aus. Ebenfalls mit dem Zug war ein 28-jähriger afghanischer Staatsangehöriger unterwegs. Er wurde in einem Fernreisezug einer Kontrolle unterzogen. Die Bundespolizisten bemerkten, dass sein ausgehändigter russischer Pass gefälscht war. Dem Mann blieb nichts anderes übrig, als seinen Täuschungsversuch einzugestehen.

Einen 37-Jährigen aus Afghanistan zogen die Schleierfahnder nahe Oberaudorf aus dem Verkehr. Er war auf der Inntalautobahn Richtung Rosenheim unterwegs. Ausweisen konnte auch er sich nicht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen leitete die Rosenheimer Bundespolizei drei der sieben unerlaubt Eingereisten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zu. Die beiden 15-Jährigen und ein 16-Jähriger wurden der Obhut des Jugendamtes anvertraut. Der mutmaßliche Urkundenfälscher wurde auf richterliche Anordnung hin in eine Haftanstalt eingeliefert, um seine Anwesenheit bei der anstehenden Gerichtsverhandlung sicherzustellen.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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