Beanstandung bei 734 Personen!

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Rosenheim - Drogen- und Alkoholeinfluss, illegaler Waffenbesitz und unzählige Raser: Bei den verstärkten, fünftägigen Verkehrskontrollen war so einiges geboten.

Beamte der Verkehrspolizei Rosenheim und Holzkirchen führten in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus München in der vergangenen Woche tägliche Schwerpunktkontrollen auf den Autobahnen A8 und A93 durch. Auch die Straßen in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach wurden verstärkt überwacht.

Durch die Aktion wurde auch das bayerische Verkehrssicherheitsprogramm 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ umgesetzt. Hier sollen unter anderem die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht und Verkehrsunfälle mit getöteten und verletzten Personen durch Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand und Fahruntüchtigkeit infolge Alkohol, Drogen und Übermüdung reduziert werden. Auch die Ahndung von Aggressionsdelikten im Straßenverkehr wie dichtes Auffahren, Drängeln und Schneiden stand bei der Kontrollaktion ebenfalls mit im Vordergrund.

An diversen Unfallschwerpunkten erfolgten dazu Geschwindigkeitsmessungen mit sofortiger Anhaltung sowie Alkohol-, Drogen-, Gurt- und Abstandskontrollen. Die Beamten führten dabei viele Gespräche mit beanstandeten Verkehrsteilnehmern, um durch Argumente und Appelle eine Einstellungs- und Verhaltensänderung zu bewirken.

Durch eine speziell geschulte Einsatzgruppe wurde auch der Schwerlastverkehr ins Visier genommen.

Das Ergebnis zeigt, dass viele Verkehrsteilnehmer immer noch leichtsinnig mit ihrem Leben und dem Leben anderer im Straßenverkehr umgehen.

Von den eingesetzten Beamten mussten eine Vielzahl von Rasern, Dränglern, verkehrsuntüchtigen Fahrzeugführern sowie mangelhafte Pkw, Kleintransporter und Lastwagen aus dem Verkehr gezogen werden.

Die Bilanz der umfangreichen Kontrollen fällt ernüchternd aus:

734 beanstandete Verkehrsteilnehmer innerhalb von fünf Tagen.

Von ausländischen Verkehrsteilnehmern wurden zur Sicherung des Straf- bzw. Bußgeldverfahrens insgesamt 109 Sicherheitsleistungen mit einem Gesamtbetrag in deutlich fünfstelliger Höhe noch an Ort und Stelle einbehalten.

Bei drei Pkw-Fahrerinnen wurde sofort die Weiterfahrt unterbunden, da sie unter Drogen- oder Alkoholeinfluss standen.

Den unrühmlichen Spitzenwert erreichte eine 47-Jährige aus dem Raum Rosenheim. Sie war mit ihrem Wagen am frühen Abend mit fast 1,3 Promille unterwegs. Ihren Führerschein durfte sie gleich vor Ort abgeben.

Eine 32-jährige Österreicherin und eine 19-jährige Deutsche fuhren jeweils unter Drogeneinwirkung mit ihren Autos.

Ein spezielles Augenmerk hatte man an mehreren Tagen auch auf Kleintransporter geworfen. Hier waren in erster Linie unzureichende Ladungssicherung, erhebliche Überladung und technische Mängel zu beanstanden.

Besonders „cool“ zeigte sich ein Bursche aus Kolbermoor, der als Beifahrer im Pkw seines Freundes unterwegs war. Sie fuhren langsam an einer eingerichteten Messstelle vorbei und durch die geöffnete Seitenscheibe zeigte er den im Radarfahrzeug sitzenden Beamten unflätige Gesten. Sein Pech war nur, dass der Wagen kurz darauf an einer Kontrollstelle angehalten wurde.

Einen sogenannten Totschläger hatte ein 40-Jähriger in seinem Fahrzeug dabei. Nach Angaben des Österreichers würde er diesen zur Selbstverteidigung benötigen. Die Stahlrute mit Lederummantelung wurde sofort sichergestellt. Den Kellner erwartet nun ein Strafverfahren wegen einem Verstoß nach dem Waffengesetz.

Die Polizei dankt der Bevölkerung für das Verständnis und die überwiegend positive Resonanz bei den Kontrollen und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, eine defensive, vorausschauende und rücksichtsvolle Fahrweise zu praktizieren. Die Einhaltung von Verkehrsregeln und Verkehrszeichen dient dem Schutz und dem Wohl aller Personen im Straßenverkehr.

Pressemeldung der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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