September: Über 90 unerlaubte Einreisen

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Rosenheim - Die Bundespolizei stoppte Anfang der Woche 23 Personen, die unerlaubt einreisen wollten - damit wurden im September schon 91 illegale Einreisen verhindert.

Die Bundespolizei hat am Montag (17. September) auf der A 8 nahe Rosenheim die Einschleusung von vier Syrern vereitelt. Der britische Schleuser wurde vorläufig festgenommen und angesichts des anstehenden Strafverfahrens zur Kasse gebeten. Noch am selben Tag haben die Rosenheimer Bundespolizisten über 20 Personen jeweils wegen unerlaubter Einreise angezeigt.

Kurz nach dem Inntaldreieck zogen die Fahnder einen Wagen mit britischen Kennzeichen aus dem Verkehr. Der Fahrzeugführer, ein Brite mit syrischen Wurzeln, konnte sich mit einem Reisepass ordnungsgemäß ausweisen. Auch seine vier Begleiter, darunter ein Kind, hatten Papiere dabei. Ihre portugiesischen Pässe waren für die Beamten rasch von besonderem Interesse, denn die Dokumente erwiesen sich alle als gefälscht. Die drei unerlaubt Eingereisten im Alter von 19, 27 und 36 Jahren gaben an, tatsächlich aus Syrien zu stammen.

Für die illegale Reise nach Europa mussten sie nach ersten Erkenntnissen pro Person 3.000 Dollar an eine Schleuserorganisation zahlen. Sie wurden wegen Urkundenfälschung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zusammen mit dem Minderjährigen einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet. Ihren Fahrer zeigten die Bundespolizisten wegen Einschleusens von Ausländern an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft musste der 34-Jährige als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren vorab 600 Euro hinterlegen, ehe er die Dienststelle der Bundespolizei wieder verlassen durfte.

Mit den 23 unerlaubt eingereisten Personen von Anfang dieser Woche verzeichnet die Bundespolizeiinspektion Rosenheim im laufenden Monat bereits 91 illegale Einreisen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Als Herkunftsländer kommen vor allem Afghanistan, Irak, Syrien, Kosovo und Bangladesch in Betracht. Ein Abreißen des Flüchtlingsstroms ist derzeit offenbar nicht absehbar.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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