Sicherheitsgespräch: Anstieg der Straftaten

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Bad Aibling - Beim Sicherheitsgespräch der Polizeiinspektion Bad Aibling am Dienstag wurde klar: Auf dem friedlichen Land passieren inzwischen mehr Straftaten.

Am Dienstag hatte der Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling Markus Reiter und sein Stellvertreter Thomas Adami die sechs Bürgermeister der Kommunen des Dienstbereiches zum diesjährigen Sicherheitgespräch zu Gast.

Bei dem Gespräch wurden unter anderem die Kriminalitätsschwerpunkte sowie die Kriminalitätsbelastung in den einzelnen Kommunen vom vergangenen Jahr erläutert.

Erster Polizeihauptkommissar Reiter konnte mitteilen, dass die Anzahl der Straftaten im Jahre 2011 um 34 Fälle auf 2926 angestiegen ist.

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Statistiken zum Sicherheitsgespräch

Bayernweit verzeichnet die Statistik für 2011 ebenfalls einen leichten Anstieg um 0,5 Prozent.

In den Kommunen wirkte sich der leichte Anstieg der Straftaten wie folgt aus:

In Bad Aibling wurden 924 (Vorjahr 981), in Kolbermoor 834 (Vorjahr 796), in Bruckmühl 565 (Vorjahr 597), in Feldkirchen-Westerham 223 (Vorjahr 228) in Großkarolinenfeld 227 (Vorjahr 158) und in Tuntenhausen 153 (Vorjahr 132) Straftaten registriert.

Die Aufklärungsquote liegt bei 57,7 Prozent. Dies ist ein Rückgang um 0,7 Prozent. Der landesweite Durchschnitt liegt hier bei 64,0 Prozent.

Von den im Jahre 2011 ermittelten 1438 Tatverdächtigen waren 72,18% (Vorjahr 71,93 %) Erwachsene, 11,82 % (Vorjahr 10,47%) Heranwachsende, 12,93 % (Vorjahr 12,92%) Jugendliche und 3,06% (Vorjahr 3,68 %) Kinder als Täter festgestellt worden. Von der Gesamtzahl der Täter waren 331 weiblich, das sind 23,02 % (Vorjahr 23,32 %).

Der Anteil der Jugendkriminalität, das sind Personen unter 21 Jahren, lag bei 27,82% (Vorjahr 27,07%). Ermittelt wurden 400 Tatverdächtige, die hauptsächlich bei Diebstahlsdelikten, Körperverletzungsdelikten und anderen Jugendtypischen Straftaten (wie z.B. Sachbeschädigungen und Fahren ohne Fahrerlaubnis) aufgefallen sind. 60 jugendliche Tatverdächtige wurden wegen eines Drogendeliktes angezeigt.

Der Ausländeranteil an der Gesamtkriminalität lag bei 25,45 % (Vorjahr 20,00 %). An der Gesamtbevölkerung des Dienstbereiches der PI Bad Aibling haben die ausländischen Staatsbürger einen Anteil von 9,72 % (Vorjahr 7,48 %).

Insgesamt kann von einer guten Sicherheitslage im Dienstbereich der PI Bad Aibling gesprochen werden. Dies spiegelt sich auch in der Häufigkeitzahl wider, die im Dienstbereich bei 3.738 (Vorjahr 3.720) liegt. Diese Zahl errechnet sich aus den bekannt gewordenen Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegen die Zahlen aus dem Gesamtbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bei 4.480 und bayernweit bei 4.969.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bereich der PI Bad Aibling ist im Vergleich zum Vorjahr um 25 Unfälle zurückgegangen, auf 1561, was sich auch in einer Verringerung der Verletztenzahl um 54 auf 397 ausdrückt.

Die Zahl der Verkehrstoten liegt mit 2 Person erneut auf einem niedrigen Stand.

Im Gemeindegebiet von Bad Aibling ereigneten sich 458 (Vorjahr 483) Verkehrsunfälle, in Kolbermoor 422 (Vorjahr 400), in Bruckmühl 272 (Vorjahr 231), in Tuntenhausen 173 (Vorjahr 172) in Feldkirchen-Westerham 170 (Vorjahr 182) und in Großkarolinenfeld 70 (Vorjahr 118).

Als Hauptunfallursache bei den schwereren Verkehrsunfällen sind nach wie vor überhöhte und der Situation nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss zu nennen. Bei 34 Unfällen unter Alkoholeinfluß (Vorjahr 29) wurden 23 Personen verletzt (im Vorjahr 13).

Unter dem Einfluss von Drogen waren 13 Kraftfahrzeugführer im Dienstbereich unterwegs, bevor ihre Fahrt durch die Polizei beendet wurde.

Presseinformation Polizeiinspektion Bad Aibling

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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