Abschluss der Innenrestaurierung der Kirche St. Rupert

Altarweihe in Amerang mit Kardinal Reinhard Marx

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München - Bei einem Festgottesdienst am kommenden Sonntag um 10 Uhr weiht der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, den neuen Altar der Pfarrkirche St. Rupert in Amerang. Mit der Neugestaltung der liturgischen Orte wird die Innenrenovierung des Gotteshauses abgeschlossen. 

Da die Kirche im Zuge der Restaurierung einen neuen Bodenbelag aus Untersberger Marmor erhielt, konnte der bisherige gemauerte Unterbau des Altars nicht erhalten werden. Für die Altarplatte aus hellem Naturstein, die 1967 durch Kardinal Julius Döpfner geweiht worden war und die auch das Reliquiengrab enthält, schuf der Steinmetz und Bildhauermeister Matthäus Rutkowski daher einen neuen Unterbau aus heller Bronze mit einem kreuzförmigen Grundriss und vier schlanken Stützen. 

Die steinerne Altarplatte ruht auf einer dünnen Bronzeplatte, die an allen Seiten leicht übersteht, so die erhaltene Platte einfasst und optisch mit dem neuen Unterbau verbindet. Ergänzend entwarf Rutkowski Ambo, Priestersitz und Apostelleuchter, die in Form und Material den neuen Altar aufgreifen und optisch mit dem Kirchenraum verbinden. Seit Sommer 2015 wurde der Innenraum der im Kern aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kirche restauriert. 

Rund 1,32 Millionen Euro für Restaurierung

Neben dem Einbau des neuen Bodenbelages wurden Mauerblenden ergänzt und Wände, Decke sowie die Ausstattung, die im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert stammt, überarbeitet. Ein neues Beichtzimmer und ein neuer Beichtstuhl wurden eingerichtet, Figuren und Bilder fanden teilweise neue Plätze im Kirchenraum. Zudem erhielt die Kirche eine neue Heizung. Insgesamt wurden für die Innenrestaurierung rund 1,32 Millionen Euro investiert. 

Rund 30 Prozent davon trug die Pfarrei St. Rupert, rund 70 Prozent das Erzbischöfliche Ordinariat. Der Altar, an dem die Gläubigen die Gemeinschaft mit Christus feiern, ist der Mittelpunkt des katholischen Kirchenraumes. Er enthält Reliquien von Heiligen oder Seligen. Bei der Weihe des Altares, die Bischöfen vorbehalten ist, wird er mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt. Anschließend wird Weihrauch auf dem Altar verbrannt und die Altarkerzen werden feierlich entzündet, bevor der Bischof das Weihegebet spricht. Erst danach darf auf dem Altar Eucharistie gefeiert werden. 

Pressemitteilung Erzbischöfliches Ordinariat München

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