Weltklasse-Varieté im Sternenzelt

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Gewerbevereinsvorsitzender Christian Kerstens, Hula Hoop-Künstler Igor Boutorine, Veranstaltungsprofi Simon Kühr und Bürgermeister Gust Voit (von links) können den Start der Varieté-Tage kaum noch erwarten. Foto

Amerang - Sie sind mutig. Und sie sind ehrgeizig. Die Ameranger Gewerbetreibenden nehmen 300.000 Euro in die Hand, veranstalten zum zweiten Mal das Varieté-Festival im Sternenzelt.

Dafür konnten sie wieder Weltklassekünstler ins Chiemgau locken. Nächste Woche geht es los.

Der Gewerbeverein verspricht gemeinsam mit Veranstaltungsprofi Simon Kühr beim zweiten Ameranger Varieté-Festival vom 27. September bis zum 7. Oktober ein Weltstadtvarieté. Bei einer Pressekonferenz stellten die Veranstalter das mit einer Reihe internationaler Spitzenkünstlerinnen- und künstler aus Theater, Comedy, Artistik und Akrobatik gespickte Programm der Öffentlichkeit vor und läuteten damit den Countdown ein. Auch einige Passanten bekamen schon mal vorweg eine künstlerische Kostprobe, denn Hula-Hoop-Artist Igor Bouterine brachte vor dem Ameranger Rathaus seine Ringe zum Schwingen.

"So was haben wir schon mal im Fernsehen gesehen", sagten die beiden neunjährigen Luca und Raul und klatschten begeistert Beifall für Igor Bouterine, der bei seinem Kurzauftritt vor dem Ameranger Rathaus seine Klasse aufblitzen ließ und gleich jede Menge Zuschauer anlockte. Der Künstler war eigens aus Hannover angereist, um bei der Auftaktveranstaltung dabei zu sein. Das spiegele das "Wir-Gefühl" wider, dass die Veranstalter, die Künstler und auch den Ort gleichermaßen erfasst habe, betonte Bürgermeister Gust Voit.

Die Vorfreude auf das Varieté-Festival sei überall spürbar und viele ehrenamtliche Helfer leisteten Beispielhaftes. Endlich sei wieder "Schaltjahr" in Amerang, alle drei Jahre breche die fünfte Jahreszeit, die Varieté-Festival-Zeit, an, so Voit. Dabei bringe die Veranstaltung neben international anerkannten Künstlern und guter Unterhaltung auch wirtschaftliche Vorteile und Ansehen. Maßgeblich trage dazu auch die gute Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein bei, die "ein Sechser im Lotto" sei.

Ähnlich positiv äußerte sich auch der Vorsitzende des Gewerbevereins, Christian Kerstens. Alle Beteiligten hätten große Lust und Freude an der Veranstaltung und wollten die Leute begeistern. Dabei habe man sich um moderate Eintrittspreise bemüht und mit deutlichen Vergünstigungen an den Familiennachmittagen auch ein Angebot an Eltern und Großeltern machen wollen. Schon Dorffeste und Gulpturtage seien in der Vergangenheit extrem erfolgreich gewesen und, ebenso wie das erste Ameranger Varieté-Festival vor drei Jahren, nachhaltig in Erinnerung und damit Verpflichtung und Ansporn zugleich. Mehr als 4000 Besucher waren 2009 gekommen und brachten einen nicht unerheblichen Imagegewinn für den Ort.

Deshalb legten sich die Macher auch heuer wieder mächtig ins Zeug und bewiesen mit einem Budget von rund 300.000 Euro Mut zum Risiko. Doch anders als vor drei Jahren, waren zwei Wochen vor Festivalbeginn bereits 55 Prozent der Eintrittskarten verkauft und die Veranstalter sind zuversichtlich gestimmt.

Die finanzielle und künstlerische Freiheit ermögliche schließlich auch, dass er nur "Lieblingsnummern" für das Varieté-Festival verpflichten konnte, schwärmte der Veranstaltungsleiter Simon Kühr, wobei die Bezeichnung "Festival" eigentlich nicht richtig sei, da das Programm an allen Veranstaltungstagen gleich sei. Es erwarte die Besucher eine geballte Ansammlung an "First Class Acts", die selten zu finden sei und Amerang zu den "Salzburger Festspielen des Varietés" mache. Artistik, Akrobatik, Theater und ein gehöriger Schuss Komik sorgen für drei Stunden Unterhaltung und vielleicht anders als erwartet, betonte der Veranstaltungsprofi, der aus Berlin angereist war und sich, nach eigenem Bekunden, in Amerang schon richtig heimisch fühlt.

Kühr wollte keinen der Künstler besonders hervorheben, da es sich ausschließlich um Spitzenkünstler handle. Die Leipziger Rock'n'Roll-Showband "Firebirds" böte dabei den grandiosen musikalischen Rahmen zu acht Programmhöhepunkten der Extraklasse. Beispielsweise Konstantin Mouraviev, der mit seiner Rhönrad-Gala Artistik und Komik perfekt in Einklang bringe. Oder das Duo Minasov mit seiner rasanten Quick Change Nummer. Ein weiteres Highlight stellten die Blackwits dar, die mit ihrem Schwarzen Theater die Puppen förmlich tanzen ließen. Doch auch Diabolo-Artist Gilles le Leuch, Max Nix und Willi Widder Nix mit ihrer Performance aus Comedy, Rock'n'Roll, Zauberei, die Farellos mit ihrer gleichermaßen artistisch atemberaubenden und zwerchfellerschütternden Einrad-Nummer, Hola-Hoop-Artist Igor Boutorine und das Trio Magnolia, das seine begnadeten Körper scheinbar mühelos zu poetisch schönen Körperbildern verschlinge und den Zuschauern einmalige Augenblicke des Träumens und des Staunens schenke, stünden den vorgenannten Künstlern in Punkto Tempo, Komik, Artistik und Akrobatik nicht nach. Conférencier und "Lokal Hero" Eisi Gulp sei eh fest mit der Ameranger Festival Geschichte verbunden und das Motto laute "Take it Eisi".

Amerang sei ein besonderer Ort und die Künstler fühlten sich hier wohl, so Kühr. Drum kämen internationale Varieté-Stars gerne nach Amerang, denn sie verbänden den Ort im Chiemgau mit Urlaub, Freundschaft und einem begeisterungsfähigen Publikum. Beim Bäcker und beim Metzger würden sie freudig begrüßt und der Wirt heize auch noch kurz vor Mitternacht seinen Ofen an, damit die Künstler nicht mit knurrenden Magen ins Bett müssten.

Das müssen die Besucher des Varieté-Festivals natürlich auch nicht. Sie werden im beheizten Zirkuszelt kulinarisch bestens versorgt. Tickets gibt es unter 08071/101-129. Weitere Infos unter www.variete-amerang.de.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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