Landrat stellte neue Naturschutzwächter vor

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Rosenheim - 22 neue Naturschutzwächter nehmen ab 1. Janurar ihre Arbeit auf. Landrat Josef Neiderhell stellte die Schützer der Tier- und Pflanzenwelt vor.

Die Mitglieder der ehrenamtlichen Naturschutzwacht leisten im Landkreis Rosenheim einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Tieren und Pflanzen sowie ihrer Lebensräume. Weil ihre Amtszeit Ende des Jahres endet, bestellte Landrat Josef Neiderhell 22 Personen als Naturschutzwächterinnen und Naturschutzwächter und fünf weitere Personen als stellvertretende Mitarbeiter.

Seit 1980 leisten Naturschutzwächter im Landkreis ihren Dienst. Neiderhell sprach von einer schwierigen Aufgabe. Auf der einen Seite sei der Zugang zur Natur erstrebenswert, andererseits müsse aber auch auf Tiere und Pflanzen Rücksicht genommen werden. Er freue sich, dass die Naturschutzwächter im Landkreis flächendeckend tätig seien, sagte der Landrat.

Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, durch Aufklärung, Beratung und Information Verständnis für die Anforderungen des Naturschutzes zu wecken. Neiderhell zeigte sich überzeugt davon, dass die Naturschutzwächter aufgrund ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit und ihres vorbildlichen Einsatzes längst von der Bevölkerung akzeptiert und anerkannt werden. Der Landrat freute sich darüber, dass alle derzeit bestellten Mitarbeiter der Naturschutzwacht auch weiterhin als Naturschutzwächter oder Stellvertreter im Amt bleiben. Für ihn ein Zeichen dafür, dass trotz der teilweise sehr zeitaufwendigen Einsätze, der Spaß an der Naturschutzarbeit überwiegt.

Zudem konnte Neiderhell zwei neue Mitarbeiter in der Naturschutzwacht begrüßen. Karin Gall ist der Gemeinde Stephanskirchen beschäftigt. Die Naturschutzverwaltung gehört dort zu ihrem Aufgabenbereich. Daher kennt sie bereits viele Frage- und Problemstellungen, die auf sie als Naturschutzwächterin zu kommen. Sie ist ab dem kommenden Jahr zuständig für die Gemeinden Schechen und Riedering.

Gerhard van Eyken machte sich im Rahmen des LIFE-Projektes im Gebiet der Rosenheimer Stammbeckenmoore bereits einen Namen. Bei der Ausgestaltung der Moorstationen in Bad Feilnbach und Nickelheim war er maßgeblich mitbeteiligt. Als zertifizierter Moor-, Natur- und Landschaftsführer ist van Eyken bei Naturliebhabern und Schulen bereits bekannt für seine interessanten Führungen in den Stammbeckenmooren. Als Naturschutzwächter wird er zuständig sein für die Gemeinden Raubling und Bad Feilnbach.

Der Landrat verabschiedete Heinrich Resch, der mehr als 14 Jahre ein sehr zuverlässiger und engagierter Mitarbeiter der Naturschutzwacht war und sein Amt Ende 2009 niederlegte. Im Laufe seiner Tätigkeit war Resch für eine ganze Reihe von Gemeinden zuständig, zuletzt für Bad Feilnbach und Brannenburg.

Die Frauen und Männer, die sich für diese ehrenamtliche Aufgabe gemeldet haben, kommen aus völlig unterschiedlichen Berufen. Allen gemein ist die Liebe zur Natur. In Aus- und Fortbildungskursen an der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen bereiteten sie sich auf ihr Amt als Naturschutzwächter vor. 15 von ihnen eigneten sich zudem Kenntnisse über geschützte Tierarten wie Biber, Ameisen, Fledermäuse und Hornissen an. So sind sie anerkannte Ansprechpartner, die bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit diesen Tieren helfen können und auf diese Weise tatkräftig die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt unterstützen.

Naturschutzwächter gehen im Auftrag des Landratsamtes aber auch Verstößen gegen Rechtsvorschriften nach, die dem Naturschutz oder der Landschaftspflege dienen. Die Amtsperiode der jetzt bestellten Naturschutzwächterinnen und Naturschutzwächter beginnt am 1. Januar 2012 und endet am 31. Dezember 2015.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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