Arbeitsintensiver Wasserburg-Gutschein

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Wasserburg - Erfolgreiche Projekte sind auch mit viel Arbeit verbunden. Diese Erfahrung machte der Wirtschaftsförderungsverband im vergangenen Jahr bei den Wasserburg-Gutscheinen.

Bei der Hauptversammlung wurde Bilanz gezogen.  Der Gutschein ist ein absoluter Renner. Ende 2008 wurde er eingeführt, seither wurden Gutscheine im Wert von 158.000 Euro ausgegeben, 108.000 Euro eingelöst. Für die Sparkasse, bei der die Gutscheine gekauft werden können, ist das eine Menge Arbeit, noch mehr aber für den Kassier, der die Einlösung durch die beteiligten Wasserburger Einzelhändler und Gastronomen abwickeln muss.

Kein Wunder, dass der - wie alle anderen Vorstandsmitglieder ehrenamtliche - Kassier Michael Buschek dafür nun eine eigene Honorarkraft braucht. Sie wird es auch bald geben, denn grundsätzlich geht es dem WFV finanziell gut: Das Defizit ist 2009 auf 6640 Euro zurückgegangen, das Polster weiter beruhigend. Man investiere seit zwei Jahren bewusst die vorhandenen Mittel in Aktionen für die Attraktivität Wasserburgs, so Buschek.

Friedliches Frühlingsfest

Die finanzielle Grundlage des Wirtschaftsförderungsverbandes war wie seit seinem Bestehen das Frühlingsfest. Das sei zwar heuer wirtschaftlich nicht ganz so erfolgreich gewesen wie im besonders guten Vorjahr, so der verantwortliche Vorstand Moritz Hasselt: "Dafür war es aber auch deutlich friedlicher." Rund 48.000 Euro Einnahmen blieben dem WFV, 30.000 Euro davon flossen alleine in das Defizit des Christkindlmarktes.

Das soll heuer auf 20.000 Euro sinken, ohne dass Qualität verloren gehe, wie Christoph Klobeck als neuer Zuständiger hoffte. So wird es heuer keine "Kinder-Hütte" mehr geben.

Ein Zuschussbetrieb ist auch der musikalische Samstag, der heuer wetterbedingt nur zweimal ausfallen musste, wie sich Christine Deliano freute. Und auch die Weihnachtsbeleuchtung verschlingt jedes Jahr Geld - auch weil die Zahlungsmoral einiger beteiligter Geschäftsinhaber nicht zufriedenstellend sei, so Moritz Hasselt.

Ein neues Projekt war 2010 der Stadtlauf, der gleich 1000 Teilnehmer und noch mehr Anfeuerer in die Altstadt brachte. 2011 sollen es noch mehr werden, hoffte Christine Deliano.

Auf neue Füße wurde bei der Hauptversammlung im Hotel Fletzinger der Werbeausschuss gestellt. Es gibt frische Mitstreiter, die Leitung soll Adrian Gluchow übernehmen, so kündigte Christoph Klobeck an, der dieses Amt bisher inne hatte. Gluchow war zuvor ebenso wie Manuela Maincyk neu in den Vorstand gewählt worden, nachdem Stefan Pfuhl (Wegzug) und Jörg Herwegh (zeitbedingt) ihr Amt im Vorstand niederlegten.

21 neue Mitglieder in zwei Jahren

Die beiden gehören zu den neueren Mitgliedern im WFV, an denen es nicht mangelt: 2009/10 gab es 21 Eintritte bei vier Austritten, informierte der stellvertretende Vorsitzende Horst Forstmeier.

Jutta Mauritz hatte wieder die Wasserburger Märkte organisiert und diesmal mehr für Werbung in angrenzenden Regionen ausgegeben. Insgesamt kostete die Wasserburg-Werbung des WFV rund 30.000 Euro. Die Kino-Spots würden 2011 auslaufen, so Christoph Klobeck.

Schließlich gab es auch noch zwei kritische Beiträge. Dem Vorsitzenden Thomas Schmeling gefiel nicht, dass die Stadt "großzügig" 15.000 Euro Werbezuschuss an den WFV vergab, ohne gleichzeitig zu sagen, dass sie andererseits 20.000 Euro Pacht für die Frühlingsfest-Wiese vom WFV bekomme.

Aus der Versammlung wurde ein Dauerthema aufgegriffen: die Öffnungszeiten am Samstag. "Egal wie, aber bitte, bitte einheitlich", so Jürgen Häuslmann von der Schranne. Bei ihm würden sich am Samstagnachmittag regelmäßig verärgerte Gäste von auswärts Luft machen, die auf geschlossene Läden gestoßen waren. Er wird sie wohl noch länger trösten müssen: Einer Vereinheitlichung wurde keine Chance eingeräumt.

koe

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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