Basketball-Krimi mit Happy End

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Jubel bei Wasserburgs Trainer Hans Brei und seinen Spielerinnen nach dem Sieg gegen Saarlouis.

Wasserburg - Basketball-Krimi mit Happy End: Der TSV Wasserburg hat das erste Play-Off-Halbfinale gegen Titelverteidiger Saarlouis mit 88:75 (33:40) gewonnen.

Es war ein intensives, packendes und dramatisches Halbfinale vor 850 Fans in der Badria-Halle zwischen den beiden Erzrivalen, das erst im letzten Viertel entschieden wurde. Da drehte der Vizemeister einen 57:60-Rückstand in den letztlich klaren Sieg. „Wir haben gekämpft wie die Löwen. Um jeden Rebound, um jeden Ball. Auch wenn nicht alles geklappt hat, wurden wir doch belohnt“, meinte Trainerin Wanda Guyton anschließend. „Spiele gegen Saarlouis sind immer so: hart, eng und dramatisch.“

Dabei starteten die Gastgeberinnen denkbar schlecht: 0:9 stand´s nach vier Minuten, weil Wasserburg gleich drei Ballverluste produzierte und zwei Würfe nicht traf. Saarlouis dagegen konzentriert und ohne zitterndes Händchen im Abschluss. Tiffany Porter-Talbert traf dann immerhin einen von zwei Freiwürfen, der Bann war gebrochen. Der Vizemeister stellte schnell auf Zonenverteidigung um, gegen die wurfschwachen Saarlouiserinnen immer eine gute Variante. Zudem bewegten sich Thoresen & Co. in der Verteidigung deutlich besser und gewährten den Gästen nicht mehr so viele Freiräume. „Egal ob wir Mann oder Zone verteidigen, wichtig ist, dass alle Vollgas in der Defensive geben. Bei der Zone muss viel kommuniziert werden, das haben wir getan und die Lücken gut geschlossen“, lobte Guyton. Prompt kam man auf 7:11 (6. Minute) heran, was Gästecoach Rene Spandauw zu einer Auszeit veranlasste. Wasserburg knabberte weiter am frühen Rückstand und schaffte Anfang des zweiten Viertels erstmals den Ausgleich (19:19).

In Führung ging der Pokalsieger allerdings nicht, weil offensiv zu viele Chancen liegengelassen wurden und weil Saarlouis dann doch aus der Distanz traf. Kristi Dini traf den allerersten Dreier der Partie, Kelly Brugman legte aus der Mitteldistanz nach und als Stina Barnert einen Fast-Break zum 25:34 einnetzte (15.), brauchten Guyton und Hans Brei eine Auszeit. Wasserburg war danach etwas entschlossener im Angriff, Saarlouis phasenweise hilflos gegen die Zonenverteidigung. Doch 13 Ballverluste in der ersten Halbzeit verhinderten den Rückstand bis zum Wechsel nennenswert zu verkürzen. „Unser Ballvortrag war sehr ungeschickt in der ersten Halbzeit. Wir haben es nicht verstanden, die Pressverteidigung zu umgehen“, bemängelte Brei. In der zweiten Hälfte gelang dies deutlich besser, Wasserburg beging nur noch vier Ballverluste.

Nach der Pause kämpfte der Vizemeister anfangs verzweifelt viel mit sich und den Unparteiischen. Mit sich selbst, weil im Angriff nur wenig gelingen wollte. Und weil in erster Linie Sequoia Holmes und Porter-Talbert mit allem erlaubten und unerlaubten Mitteln am Rebound gehindert und auf dem Weg zum Korb gestoppt wurden. „Da muss man einfach durch, ändern kann man es eh nicht“, meinte die glückliche Tiffany Porter-Talbert anschließend. „Jetzt wollen wir in Saarlouis das Finale schon klar machen.“ Die Schiedsrichter Clemens Fritz und Gabriel Zangenfeind ließen aber auch beim Vizemeister einiges laufen, das Resultat eines intensiven Play-Off-Matches. „Gegen Manaková oder Hollinquest muss man natürlich mit dem ganzen Körper spielen, rebounden und ausblocken, sonst hat man ja gar keine Chance“, sagte Centerin Katharina Kühn, die sich am Korb hochinteressante Duelle mit den Saarlouiser Centerinnen lieferte.

Mit drei Zählern Rückstand ging´s ins Schlussviertel. Manch Fan hatte die Hoffnung wohl schon aufgegeben, dass Wasserburg diese Partie noch drehen könnte, schließlich hatte Saarlouis im zweiten und dritten Viertel immer eine Antwort gehabt. Als Holmes dann den ersten Wasserburger Dreier zur ersten Führung des Vizemeisters traf (62:60/33.), ging ein Aufschrei der Erleichterung durch die Badria-Halle. Anja Stuper antwortete zwar umgehend aus der Distanz, doch die Körpersprache der Pokalsiegerinnen signalisierte: wir bleiben ungeschlagen in der „Hölle des Südens“. Holmes legte einen weiteren Dreier nach (69:65/36.), Saarlouis fans kaum mehr ein Mittel gegen die Zonenverteidigung und verlegte sich auf Distanzwürfe, Thoresen traf zwei wichtige Sprungwürfe (77:69/38.). Svenja Brunckhorst entschied das Halbfinale eine Minute vor Ende mit ihrem Dreipunktspiel zum 82:73.

Schon am Donnerstag, 20 Uhr, steigt Spiel 2 der Halbfinalserie in Saarlouis.

Es spielten: Tiffany Porter-Talbert (25 Punkte), Sequoia Holmes (24), Rebecca Thoresen (14), Katharina Kühn (10), Diana Pop (6), Svenja Brunckhorst (3), Jana Furková (2), Jezabel Ohanian (2), Jessica Höötmann (2), Christina Quaye, Verena Stürmlinger und Katrin Sandbichler.

fd

Quelle: rosenheim24.de

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