Chance auf Platz an der Sonne erhalten

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Energisch zum Auswärtsauftritt in Oberhausen: Jezabel Ohanian.

Wasserburg/Oberhausen - Rang zwei nach der Vorrunde ist dem TSV Wasserburg so gut wie sicher – jetzt geht’s darum, sich bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Platz an der Sonne zu erhalten.

Das bedeutet, die beiden Partien in Oberhausen und gegen Leipzig müssen gewonnen werden, dann kommt's zum Abschluss der Vorrunde zum Showdown zwischen Marburg und Wasserburg um die beste Ausgangsposition vor den Play-offs.

Das Auswärtsspiel am Samstag, 19 Uhr, in Nordrhein-Westfalen ist allerdings eine Herkulesaufgabe. Denn Oberhausen war schon immer ein schweres Pflaster für den fünfmaligen deutschen Meister. Mit der körperbetonten Spielweise des Teams von Julia Gajewski kamen die Amazonen vom Inn noch nie gut zurecht. Zudem täuscht der Blick auf die Tabelle: Oberhausen steht auf Platz acht (7 Siege, 12 Niederlagen) und hat über weite Strecken der Saison die gesteckten Erwartungen nicht erfüllen können. In den letzten Wochen allerdings fängt das Team an zu zeigen, was in ihm steckt. Mit drei Siegen in den letzten vier Spielen hat man sich aller Abstiegssorgen entledigt, in Saarlouis unterlag man erst in der Schlussphase denkbar knapp. In Expertenkreisen gilt Oberhausen jetzt als sicherer Play-off-Kandidat. Als derjenige, gegen den man in der ersten Runde auf keinen Fall spielen will. "Wenn irgendjemand vor der Saison gesagt hätte, dass Oberhausen in der Rückrunde mit diesem klasse Team auf einem Abstiegsplatz steht, hätte man ihn ausgelacht", meint Trainer Hans Brei. "Jetzt haben sie sich scheinbar gefangen, das Chamäleon zeigt seine schöne Seite und spielt die Gegner an die Wand. Ich erinnere mich gut, dass wir letztes Jahr in Oberhausen überhaupt keine Chance hatten und aus der Halle geprügelt wurden."

Die Gründe für den Aufschwung sind klar: nachdem Anfang der Saison eine Ausländerin getauscht wurde, herrscht Ruhe in der Mannschaft. Und die langzeitverletzten Lea Mersch und Katja Zberch sind endlich an Bord und voll einsatzfähig. Gajweski kann aus einem unglaublich tiefen Kader schöpfen: neben drei starken US-Amerikanerinnen und der Weißrussin Zberch hat sie die Nationalspielerinnen Mersch, Sarah Austmann und Birte Thimm zur Verfügung. Dazu mit Sonja Greinacher eine sehr talentierte U20-Nationalspielerin und etliche etablierte Bundesligaspielerinnen.

"In den letzten Wochen war Oberhausen sehr konstant. In der Verteidigung sind sie traditionell stark und lassen wenig zu. Vor allem aber im Angriff waren sie aber sehr flexibel und ausgeglichen", hat Brei beobachtet.

Nach Ansicht des Coaches muss Wasserburg schon einen sehr guten Tag haben, um in Oberhausen zu bestehen. Dazu gehört, dass alle Spielerinnen mutig und entschlossen in der Offensive agieren und den Ball in den Korb bringen. Die Basis muss aber eine starke Defensive sein. "Nur eine gute Halbzeit wie in Halle wird nicht reichen, wir müssen den Kampf von der ersten Sekunde an annehmen und dagegenhalten", fordert Brei. Wenn es dann noch gelingt, selbst Druck zu entwickeln und die Gastgeberinnen zu Fehlern zu zwingen, ist ein weiterer Auswärtssieg drin.

Pokalhalbfinale

Inzwischen ist auch die Reihenfolge der Halbfinals beim TOP4 in der Badria-Halle festgelegt worden. Am Samstag 19.3. messen sich zuerst Donau-Ries und Marburg (13.30 Uhr), anschließend bestreitet Gastgeber Wasserburg sein Halbfinale gegen Wolfenbüttel (16 Uhr).

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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