"Ungerechtigkeiten in der Rente müssen beseitigt werden"

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MdB Daniela Ludwig (links) und Traudl Eisenkolb, FU-Vorsitzende von Bernau, sammelten Unterschriften für die Aktion der Frauen-Union

Bernau - Die Ungerechtigkeiten in der Rente von Müttern müssen beseitigt werden. Das forderte MdB Ludwig bei einer Veranstaltung der Frauen-Union.

Die Ungerechtigkeiten in der Rente von Müttern bei der Anerkennung von Erziehungszeiten müssen so schnell wie möglich beseitigt werden. Das forderte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei einer Veranstaltung der Frauen- Union in Bernau. „Es kann nicht sein, dass Frauen, die ihre Kinder vor 1992 zur Welt gebracht haben, nur ein Erziehungsjahr gut geschrieben bekommen. Damit erhalten sie pro Kind eine monatliche Rente von 28,07 Euro. Mütter, deren Kinder nach 1992 auf die Welt gekommen sind, bekommen dagegen drei Jahre Erziehungszeit anerkannt. Und sie bekommen in der Rente monatlich pro Kind 84,21 Euro. Ich frage mich heute, wer auf diese absurde Idee gekommen ist.“

Die heimische Wahlkreisabgeordnete unterstützt deshalb die Petition „ich-zeige-gesicht.de“ der Frauen-Union. Bundesweit sammelt die Frauen-Union Unterschriften, um die Gerechtigkeitslücke in der Rente zu schließen. Begleitet wird diese Aktion von einer Plakatkampagne. „Die Erziehung der Kinder muss gleich viel wert sein, hier darf es keine Unterschiede geben, die keiner erklären kann“, so Ludwig.

Vor allem Mütter mit Kindern, die heute 20 Jahre oder älter seien, hätten seinerzeit schlechtere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehabt. „Als ihre Kinder klein waren, gab es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, es gab kein Elterngeld und keine dreijährige Erziehungszeit mit Rückkehrgarantie. Eine gut ausgebaute Hortbetreuung fehlte ebenso wie die Ganztagsschule. Schon allein deshalb müssen wir diese Ungerechtigkeiten beseitigen.“

Diese Mütter sind außerdem, wenn sie in die Rente kommen, zusätzlich von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen. Die Frauen-Union Bernau schloss sich einmütig dieser Argumentation an und übergab Daniela Ludwig mehrere Seiten mit ausgefüllten Unterschriftenlisten. Die Bundestagsabgeordnete und die Mitglieder der Frauen-Union werden noch im gesamten Wahlkreis Rosenheim Unterschriften sammeln. Im Internet hat jede Frau die Möglichkeit, „Gesicht zu zeigen“. 

Unter der Adresse www.ich-zeige-gesicht.de kann man sein Foto hochladen und persönlich die Forderung nach mehr Gerechtigkeit in der Rente unterstützen.

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig

Quelle: rosenheim24.de

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