Chancen für Kreisel gestiegen

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Die Chancen stehen gut, dass der Griesstätter Kreisel am Ortseingang gebaut und die Kreuzung entschärft werden kann.

Griesstätt - Der Kreisel am südlichen Ortseingang steht nach dem Bau der Umgehung noch auf der Wunschliste des Griesstätter Gemeinderates und vieler Bürger:

Nun kann die Baumaßname schneller als erwartet realisiert werden. Denn es gibt nach Angaben des CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner ein Förderversprechen für einen hohen Zuschuss aus einem Sondertopf des Freistaates. "Das ist eine Riesenchance für Griesstätt, etwas zu bewegen", betont Stöttner angesichts der versprochenen Aufnahme des Kreiselprojektes in das Sonderbaulastprogramm. Nach "guten Vorgesprächen im Landtag in enger Abstimmung mit dem Griesstätter Bürgermeister Franz Meier" hatte Stöttner am Donnerstag zu einem runden Tisch zur Kreiselfinanzierung eingeladen, zu dem Vertreter des Staatlichen Bauamtes Rosenheim und der Obersten Baubehörde beim Freistaat geladen waren. Dabei kam es zur Freude des CSU-Kreisvorsitzenden zu "einem sehr guten Ergebnis": Danach werden aus dem Sondertopf die Gesamtkosten für den Bau des Kreisels zu etwa 70 Prozent bezuschusst - plus einem Zuschuss zu den Planungskosten. Der Kreiselbau an der Rosenheimer Straße/Staatsstraße nach Halfing werde etwa 300 000 Euro kosten. Die Grundstücke sind bereits im Rahmen des Umgehungsstraßenbaus erworben worden, sodass in diesem Bereich keine weiteren Kosten entstehen.

Die Förderzusage gilt nach Informationen von Stöttner für das Jahr 2012. Die baurechtlichen Bedingungen müssten bis Ende 2011 erfüllt werden. Die Gemeinde muss sich deshalb schnell entscheiden, ob sie die Chance, die durch die versprochenen Zuschüsse besteht, wahrnimmt: Bis zum 1. September muss der Förderantrag beim Staatlichen Bauamt vorliegen, so Stöttner weiter. Der Gemeinderat sei nun gefordert, ein Signal zu setzen und die notwendigen Entscheidungen herbeizuführen.

Auf der bayerischen Prioritätenliste für den Staatsstraßenbau liegt der Griesstätter Kreisel trotz notarieller Verpflichtung des Freistaates, ihn zu bauen, ziemlich weit hinten und hätte in den nächsten Jahren wohl keine Realisierungschance gehabt. Vorrang haben angesichts der knappen Haushaltsmittel nach Informationen von Stöttner besonders unfallträchtige Kreuzungen. Viel Geld fließe außerdem in die Behebung der Straßenschäden. In Prien und Prutting hatte sich Stöttner deshalb bereits erfolgreich für einen anderen Weg stark gemacht: das Sonderbaulastprogramm.

Es überträgt die Eigenverantwortung für die Entschärfung von Kreuzungen oder den Bau von Kreiseln an Staatsstraßen den Kommunen, die auch die Trägerschaft für die Maßnahmen übernehmen, sichert die finanzielle Unterstützung des Freistaates jedoch mit Zuschüssen aus dem eigens eingeführten Mitteltopf ab. Nutze eine Kommune diese Möglichkeiten, könne sie wichtige Straßenbauprojekte schnell und unbürokratisch vorantreiben, so Stöttner.

Im Fall Griesstätt hängen von der Realisierung des Kreisels auch weitere Entwicklungsmaßnahmen am Ortseingang ab. Für die Anbindung der beiden kommunalen Äste an den Kreisel hätte die Gemeinde auch bei einer hundertprozentigen Übernahme der Kosten durch den Freistaat eigene Mittel aufbringen müssen.

duc/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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