Eisige Kälte kann lebensbedrohlich sein

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Eine Rettungsdecke aus dem Autoverbandkasten hilft bei eisigen Temperaturen, die Körperwärme zu erhalten.

Wasserburg - Die Johanniter rufen zu couragiertem Handeln auf - bei dieser eisigen Kälte kann es schnell zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.

Eisige Minustemperaturen können für verunglückte Personen bei Notfällen im Freien und in schlecht beheizten Räumen wie in Garagen, Kellern oder auch in parkenden Autos sehr schnell lebensbedrohlich werden. Die Johanniter rufen daher auf, auf am Boden liegende Personen zu achten und couragiert als Ersthelfer zu handeln. "Ein harmloser Ausrutscher bei einem Spaziergang kann bei den eisigen Temperaturen lebensbedrohlich werden", warnt Thomas Fuchs, Johanniter-Ausbildungsleiter in Wasserburg. "Bereits bei zehn Grad Plus oder noch weniger, kühlt der Körper sehr schnell aus, wenn man aufgrund einer Verletzung oder einer plötzlich auftretenden Erkrankung bewegungsunfähig ist. Dann sind es die Ersthelfer die Leben retten können, indem sie rasch den Notruf 112 wählen und dafür sorgen, dass die Körperwärme erhalten bleibt."

In jedem Verbandkasten findet man eine beschichtete Rettungsdecke, die Körperwärme reflektiert und dadurch die Auskühlung vermindert. "Den Betroffenen am besten schnell in Wolldecken oder nicht benötige Bekleidung einpacken und dann die Rettungsdecke um ihn herum wickeln, damit er nicht mehr Kontakt zum gefrorenen Boden hat", sagt Fuchs. "Ist er bewusstlos und hat eine normale Atmung, wird er in die stabile Seitenlage gebracht und ebenfalls warm eingepackt. Bewusstlose Personen sind durch die eisige Kälte besonders gefährdet! Wenn der Bewusstlose nicht atmet, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortsetzen."

Grundsätzlich sollte bei den kalten Temperaturen darauf geachtet werden, dass Kinder gut eingepackt sind, insbesondere Hände und Füße geschützt sind. Der sogenannte "Zwiebellook" ist besser als ein dickes Kleidungstück. Wenn man warme Räume betritt, sollte man den Mantel öffnen und sich beim Verlassen wieder warm einpacken. Dies verhindert Schwitzen und damit die Entstehung von Verdunstungskälte. Der Körper hat auf Grund der Temperaturen einen erhöhten Energiebedarf. Mit warmen und gezuckerten Getränken und mehreren über den Tag verteilten Mahlzeiten kann dieser erfüllt werden. Wenn man im Freien warten muss, nicht stehen bleiben, sondern sich bewegen. Durch Piercings in Ohren, Nasen oder Lippen können Erfrierungen entstehen. Sie sollten daher besser entfernt werden.

Da jeder plötzlich selbst in die Situation kommen kann, Erste Hilfe leisten zu müssen, empfehlen die Johanniter alle zwei Jahre ein Auffrischen und Trainieren der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Wer den letzten Erste-Hilfe-Kurs zum Führerscheinerwerb vor vielen Jahren gemacht hat, sollte unbedingt einen Kurs besuchen. Informationen zu den Kursen gibt es unter www.johanniter-wasserburg.de oder unter der Telefonnummer 08071 95566.

Pressemitteilung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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