Rechtmehring hat bayernweit die Nase vorn

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Zum Ehrenkommandant wurde (von links) Erich Anzenberger ernannt. Ausgezeichnet mit dem Feuerwehrehrenkreuz für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Armin Sinzinger und Bernhard Bürgmayr von Vorstand Walter Blüml, Bürgermeister Michael Kölbl, Kommandant Josef Ramm sowie Kreisbrandmeister Stephan Hangl.

Reitmehring - Explosion im Sprühturm der Firma Meggle, Säureaustritt im Inn-Salzach-Klinikum, Lkw-Vollbrand mit einer Toten: Die Feuerwehr Attel/Reitmehring blickt auf ein anstrengendes Einsatzjahr 2009 zurück.

Einsatztechnisch deutlich besser als der bayernweite Durchschnitt steht die Freiwillige Feuerwehr Attel/Reitmehring da. Diesen Vergleich zog bei der Jahresversammlung Kommandant Josef Ramm. 46-mal mussten die Floriansjünger im vergangenen Jahr ausrücken. Bei diesen Einsätzen war auch die gute Kameradschaft im Verein und die gute Zusammenarbeit mit den Wasserburger Kollegten gefragt, betonte Vorstand Walter Blüml.

48 Aktive, 29 Passive und acht Jugendfeuerwehrler leisten aktuell ihren Dienst bei der Reitmehringer Feuerwehr -darunter auch eine Frau. Blüml dankte der gesamten "Feuerwehrfamilie" für ihre Arbeit, insbesondere aber den Ehefrauen, die nicht nur das Ausrücken der Männer unterstützen, sondern auch in der Vereinsarbeit tatkräftig anpacken würden.

Über 46 Einsätze im Jahr 2009 berichtete Kommandant Josef Ramm. 16 Brände, 26 technische Hilfeleistungen, drei Fehlalarme sowie drei Sicherheitswachen hatten er und seine Kollegen abzuarbeiten. Hinzu kamen die zahlreichen Dienste ohne Alarm: Ungeziefer beseitigen, Parkplatz einweisen, Mithilfe bei kirchlichen Veranstaltungen sowie 20 Übungen und diverse Lehrgänge, teilweise in Zusammenarbeit mit der Firma Meggle.

In der Molkerei kam es im Juli in einer Anlage zur Herstellung von Trockenfutter-Ergänzungsmittelzu einer Verpuffung. Der Schaden lag im siebenstelligen Bereich.

Einsatz bei Meggle

Verpuffung bei „Meggle“

29 Einsätze mussten dabei im eigentlichen Schutzbereich, der früheren Gemeinde Attel, gefahren werden, 17 Einsätze überörtlich - alleine 13 zur Unterstützung der Feuerwehr Wasserburg. Als "nervig" bezeichnete Ramm eine regelmäßig nach Starkregen vollgelaufene Fußgängerquerung unter der Bundesstraße 304, die immer wieder ausgepumpt werden musste. Dieser Missstand konnte aber genauso wie die in den Vorjahren gehäuften Fehlalarme am Inn-Salzach-Klinikum abgestellt werden.

Im bayernweiten Vergleich "die Nase vorn" habe die Feuerwehr Attel/Reitmehring bei Gegenüberstellung der feuerwehrtechnischen Durchschnittszahlen, so Ramm. Anzahl der Atemschutzgeräteträger, Einsätze, feuerwehrtechnische Ausrüstung: Die Reitmehringer Floriansjünger liegen in der Quote deutlich darüber, freute er sich.

Jugendwart Thomas Lerch informierte über die Arbeit der acht Feuerwehranwärter. 39 Übungen, Leistungsabzeichen, Wissenstest: Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 180 Stunden an Nachwuchsförderung zusammen.

Schriftführer Thomas Rücker ließ das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren. Höhepunkt: das 135-jährige Jubiläum, das mit dem traditionellen Gartenfest gefeiert wurde. Über solide finanzielle Verhältnisse berichtete Kassier Andreas Klitzner.

Beeindruckt zeigte sich Bürgermeister Michael Kölbl von der überdurchschnittlichen Positionierung der Wehr im bayernweiten Vergleich. Im Vereinsspektrum wie auch Geschehen des Ortsteils Reitmehring spiele die Feuerwehr eine tragende Rolle, so Kölbl.

Den sozialen Aspekt der Wehr für Reitmehring stellte Kreisbrandmeister Stephan Hangl in den Vordergrund seiner Worte. Die Entwicklung in Sachen Digitalfunk wertete er als "nur schwer absehbar".

Im Rahmen der Versammlung geehrt wurden Bernhard Bürgmayr und Armin Sinzinger. Beide erhielten das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern in Silber für 25 Jahre aktiven Einsatzdienst. Der frühere langjährige Kommandant Erich Anzenberger wurde in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenkommandant ernannt.

tro/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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