Beim Fletzinger tut sich was

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Freier Ausblick von der Palmanoanlage auf die Hotelbar. Hotelbar? Gut, auf deren Rest: Die golden gestrichene Wand in der Bildmitte. Foto Heck

Wasserburg - Die Garagen an der Palmanostraße sind weg, Hotelbar und Saal sind weg, Hecke und Ausschank sind weg, nur Kastanie und Linde stehen noch.

Und dass es weitergehen kann, dafür sorgte jetzt der Stadtrat. Eine "interessante Erkenntnis", gewann Michael Kölbl beim Bebauungsplan Fletzinger-Areal: Bei der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und Bürger meldete sich kein einziger Wasserburger mit Einwendungen oder Anmerkungen "und das nach der zum Teil heftigen Diskussion", wie der Bürgermeister anmerkte.

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So hatte Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause nur die Stellungnahmen der Behörden zu behandeln und auch da waren es nur zwei, die für Gesprächsbedarf sorgten. Der Bund Naturschutz wollte eine Ersatzpflanzung für die Kastanie - die Linde wurde nicht erwähnt - und soll die im Garten des "Palmano1" bekommen.

Das allerdings stieß Oliver Winter (CSU) auf: "Wir verpflichten damit einen anderen Eigentümer als den Investor zur Ersatzpflanzung." Das ließ sich offensichtlich mit seinem Rechtsempfinden nicht vereinbaren. Kölbl wusste von einem notariellen Vertrag zwischen Clement Stechl, dem das "Palmano1" weiterhin gehört, und Investor KSS, in dem Stechl sich bereit erklärt, in dem vergrößerten Gastgarten eine oder zwei Kastanien zu pflanzen. Und keine kleinen: Stechl bekommt von seinem Schwager, einem Brauereibesitzer, relativ große Bäume.

Winter beantragte eine Einzelabstimmung über die Ersatzpflanzung, war der einzige, der gegen den Beschlussvorschlag stimmte.

Der Abriss eines Teils der alten Brauereigebäude, genauer gesagt, des Teils, der an den Biergarten grenzt, rief das Landesamt für Denkmalpflege auf den Plan: Dieser Abriss sei nicht erwünscht. Aber dringend nötig, konterte die Stadtbaumeisterin, denn genau dort soll die Einfahrt zur Tiefgarage verlaufen, die unter anderem auch die benötigten Stellplätze für das Hotel bietet. Und dieses Hotel sei für Wasserburg extrem wichtig. Anstelle des alten Brauereigebäudes plant KSS nicht nur die Zufahrt zur Tiefgarage vom Max-Emanuel-Platz aus, sondern auch einen Ersatzbau in gleicher Höhe aber etwas schmaler.

Mechthild Herrmann berichtete im Stadtrat, dass vor Kurzem ein Gespräch mit den Investoren und dem Landesamt für Denkmalpflege stattfand. Im Zuge dessen wurde geklärt, dass der Teilabriss der alten Brauerei nicht nur nötig, sondern nun auch möglich ist.

Gegen drei Stimmen wurden die Abwägungen gebilligt, der Bebauungsplan wird im September/Oktober nochmals ausgelegt.

Edith Stürmlinger (Bürgerforum) regte an, dass man im Zuge des Umbaus des Fletzinger-Areals die Nutzung und Gestaltung der Palmano-Straße überdenken sollte. Kölbl schlug vor, das in die Vorberatungen für den Haushalt 2013 einzubringen.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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