Gelder für Hofzufahrt

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Die Straße zum Anwesen Kaiserschneider (Mitte im Hintergrund) in Lengmoos soll im Rahmen des Hofzufahrten-Programms ausgebaut werden. Der Bau- und Umweltausschuss besichtigte mit den Anliegern die Strecke. Rechts ist die Kapelle der Familie Zenz, dahinter sind die Betriebsgebäude der gleichnamigen Landtechnikfirma zu sehen.

Gars - In Lengmoos wird jetzt die Planung des Ausbaus der Kaiserschneiderstraße vorangebracht, weil das Amt für ländliche Entwicklung noch einmal Gelder für Hofzufahrten zur Verfügung stellt.

Die Anlieger stehen dem Vorhaben nach ausführlichen Gesprächen positiv gegenüber, letzte Details können aber erst nach Vorliegen der Planungsunterlagen festgelegt werden. Fest steht: Das Amt schreibt östlich der dann drei Meter breit geteerten und auf 500 Meter Länge ausgebauten Straße einen offenen Entwässerungsgraben vor. Der Bau soll im Herbst 2011 stattfinden, es gibt 68 Prozent Zuschuss. Der Restbetrag wird von der Gemeinde und den Grundanliegern aufgebracht, hieß es vor Ort.

Ebenfalls in Lengmoos befasste sich der Bau- und Umweltausschuss mit dem Ausbau der wegen des Kanalanschlusses an die Haager Kläranlage stillgelegten und nicht auf Gemeindegrund gelegenen ehemaligen Kompakt-Kläranlage für die Siedlung. Es stehen dafür Kosten in Höhe von rund 9000 Euro im Raum, so Bürgermeister Norbert Strahllechner.

In Au am Inn ging es um den Bau des Weges "Am Weiher" zur Klosterfeldstraße. Die entsprechende Fläche gehört bereits der Gemeinde. Da der angrenzende Grundbesitzer jetzt sein Gelände einzäunen möchte, stellt sich die Frage, ob Zaunbau und Wegherstellung günstig gemeinsam erledigt werden können. Dann wäre es auch möglich, ausgekofferten Humus an Ort und Stelle seitlich der Wegtrasse wieder einzubauen.

Der Ausschuss besuchte auch die vom TSV betreute Sportanlage des Marktes Gars. Dort muss im Sportheim zum einen die Entkalkungsanlage erneuert werden. Außerdem wird das defekte Rohrtrennsystem zwischen der Sportplatzberegnung und dem Brauchwasser durch einen Rückflussverhinderungsanlage ersetzt. Nach den Hygienevorschriften darf bei einem eventuellen Druckabfall kein stehendes, möglicherweise verkeimtes Wasser aus der Beregnungsanlage zurück in das öffentliche Trinkwassernetz fließen.

Im Rathaus stand der Vorbescheidsantrag von Johann Sammer aus München auf Neubau eines Doppelhauses mit Grundstücksteilung und eines Einfamilienhauses in Veitlipp auf der Tagesordnung. In der Mitte der komplett im Außenbereich liegenden Fläche gibt es zwei ältere Gebäude. Sowohl beim Abwasser als auch beim Wasser ist die Erschließung nicht gesichert. Somit konnte das gemeindliche Einvernehmen für die vorliegenden Pläne nicht erteilt werden. Möglicherweise wäre aber Baurecht über eine Außenbereichssatzung zu erlangen, so der Bauausschuss.

Schließlich wurde noch der Antrag von Georg Wimmer aus Grub auf Verlegung eines Kabels unter der Gemeindestraße von der Photovoltaikanlage zum Einspeisepunkt ins Stromnetz positiv beschieden.

Der Malteser-Hilfsdienst hatte die Aufstellung eigener Altkleidercontainer an mehreren Standorten in Garser Ortsteilen beantragt. Da bereits viele Altkleider-Container im Gemeindebereich existieren, wurde schließlich nur ein Standort beim Wertstoffhof in Gars genehmigt, wenn sich die Malteser mit dem Grundeigentümer einigen.

Nur zur Kenntnis nahm der Ausschuss das Förderprogramm von E.ON für energieeffiziente Straßenbeleuchtungen. Der Konzern gibt zehn Prozent Zuschuss für die Umstellung von Quecksilberdampf- auf Natriumdampf-Lampen. Die Gemeinderäte wollen jedoch zuerst wissen, wie viel Einsparungen erzielt werden können und Berechnungen zur Energieeffizienz sehen.

Zum vom Mittergarser Dorfforum beantragten Bau eines Radweges entlang der für Radwanderer gefährlichen Kreisstraße von Krücklham nach Jettenbach Bahnhof stellte das Landratsamt fest: Die Kreisstraße MÜ 19 müsste zunächst einmal bei Krücklham überquert werden, weil der Radweg nur auf der anderen Seite möglich ist. Das würde aber eine beleuchtete Querungshilfe in Form eines Fahrbahnteilers erfordern, was wiederum eine Verbreiterung der Kreisstraße nötig mache. Als Alternative bot das Landratsamt an, die Unterhaltung und Ausschilderung eines Weges von Krücklham durch den Wald bis zur nächsten Bahnbrücke bei der Abzweigung nach Grafengars zu übernehmen. Von dort könnten die Radfahrer dann hinter einer Leitplanke nach Jettenbach Bahnhof fahren, wo die Straße gefahrloser zu überqueren sei. Der Bauausschuss begrüßte diese Idee ausdrücklich.

Schließlich wurde noch bekannt, dass das Ordinariat keine Interesse an einem Erwerb des Lengmooser Dorfhauses besitzt.

ba/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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