Gelebte Schulverfassung

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1101 Schüler hat das Luitpold-Gymnasium derzeit - und fast alle nebst Lehrern drängten sich zur Verfassungsfeier und Sozialpreisverleihung in der eigentlich sehr geräumigen Aula.

Wasserburg - Verantwortung wird in der Schulverfassung des Luitpold-Gymnasiums groß geschrieben. Bei der Verfassungsfeier wurden nun drei Gruppen mit dem Sozialpreis geehrt, die Verantwortung übernehmen.

Verantwortung ist die Bereitschaft, sich für jemanden oder etwas einzusetzen und die - positiven wie negativen - Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen. Nun entsteht das Übernehmen von Verantwortung nicht aus Reden sondern aus Taten. Die Schulgemeinschaft des Luitpold-Gymnasiums bietet deswegen ihren Schülern eine Reihe von Aktivitäten und Arbeitsgemeinschaften, in deren Rahmen diese sich selbstständig entfalten können.

Die Zahl der Teilnehmer steigt kontinuierlich, sodass bei der "Verfassungsfeier" des LGW zunächst die Leistung aller Beteiligten gewürdigt wurde. Drei besondere Gruppen durften sich außerdem über den mit insgesamt 700 Euro dotierten Sozialpreis freuen, der vor fünf Jahren vom ehemaligen Direktor Dr.Otto Helwig ins Leben gerufen wurde sowie von ihm, der SMV, dem Elternbeirat, der Luitpoldiana-Studiengemeinschaft und Schulleiter Peter Rink getragen wird.

Der Preis ging in diesem Jahr zum großen Teil an die "Eine Welt-AG", geleitet von Ursula Dötzer, welche sich um den Verkauf fair gehandelter Waren kümmert und damit die wirtschaftliche Entwicklung in Ländern wie Burkina Faso oder Bolivien unterstützt. Ein weiterer Preisträger war das Schulradio-Team um Dr.Armin Furch. Das technische Know-how und die musikalische Begeisterung der Mitglieder tragen maßgeblich zur Gestaltung sämtlicher Schulveranstaltungen bei. Ebenso freuen durfte sich die "Sozial-AG" von Carola Kipferl, welche unter anderem Hausaufgaben- und Seniorenbetreuung im Rahmen des Bündnisses für Familie der Stadt Wasserburg durchführt.

Allen drei Teams gemeinsam ist nach Ansicht der Preisstifter der über das Normalmaß hinausgehende Einsatz für die Gemeinschaft, der in der heutigen Ellenbogengesellschaft keineswegs selbstverständlich sei. Es gelte also, alle Engagierten weiterhin zu motivieren, wie Dr.Otto Helwig, Jürgen Scheller (Elternbeiratsvorsitzender), Edith Stürmlinger (stellvertretende Vorsitzende der Luitpoldiana) und Schülersprecherin Marie Richter einstimmig festhielten.

Alle Gäste äußerten auch den Wunsch, dass sich dieses Engagement nach Beendigung ihrer Schulzeit im Alltag fortsetzen möge. Nur so könnten Miteinander, Toleranz und Verantwortungsbereitschaft gesamtgesellschaftlich verankert und an die nächsten Generationen weitergegeben werden - ganz im Sinne des vom aufgegriffenen Kennedy-Zitats man möge nicht immer nur fordern sondern auch fragen, was man selbst für die Gemeinschaft tun könne.

Zum Abschluss der Feier wurde das von Martin Alt, Viktoria Heise und Barbara Höfling neu belebte Mediatorenteam vorgestellt, für welches sich eine erfreulich hohe Zahl von Schülern der Jahrgangsstufen sieben, acht und zehn engagiert. Einem Großteil von ihnen konnte dann bereits das Streitschlichterdiplom verliehen werden; alle übrigen Mitglieder werden in Kürze ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und dieses ebenfalls noch überreicht bekommen.

re/Wasserburger Zeitung

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Quelle: rosenheim24.de

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