Rotter Gemeinderat lässt sich bei Oberflächenentwässerungskonzept schnell von Planer überzeugen

Rückhaltebecken: Mit wenig Aufwand viel erreicht

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Rott - Wohin mit dem Regenwasser von Rott-Nord, Meiling, Leiten? Damit sich die Anwohner keine nassen Füße holen, suchte der Gemeinderat nun erneut nach einer Lösung.

Die Entsorgung des Regenwassers von Rott-Nord, Meiling, Leiten und Umgebung hat nicht nur dem Gemeinderat schon einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ist das Wasser erst einmal von der Höhe aus am Bahndamm angekommen, staut es sich dort gerne, weil der Durchlass zu klein ist. Nasse Füße bei den Anwohnern können bei extremen Niederschlägen die Folge sein. Deswegen diskutierte der Gemeinderat jetzt erneut über eine Lösung.

Konrad Haindl vom Ingenieurbüro Infra hatte schon einmal eine Lösung - mit einem Kanal über Au - vorgestellt, die dafür geschätzten 1,3 Millionen Euro waren dem Rat aber zu teuer. Ein größerer Durchlass am Bahndamm und eine Nutzung vorhandener Gräben zur Ableitung wurde ins Spiel gebracht.

Diese Lösung hatte Haindl nun durchgerechnet. Die nötige Pressung eines Durchlasses im Bahndamm mit 2,5 Metern Durchmesser, sechs Durchlässen unter Feldwegen und eine gründliche Instandsetzung der zum Teil schon sehr maroden Gräben führten laut Haindl zu Kosten von etwa 2,5 Millionen Euro - gerechnet für einen 100-jährlichen Starkregen.

Nach dem Aufschrei des Gremiums fügte Haindl an, die Gemeinde könne natürlich auch auf Zuschüsse für den Durchlass im Bahndamm verzichten, müsse dann nicht für ein hundertjähriges Ereignis planen und könne die Gräben abschnittsweise ausbaggern und - wenn nötig - befestigen. Teuer werde das aber auch noch, allein der 2,5 Meter große Durchlass durch den Bahndamm kommt laut Haindl auf rund 240000 Euro. Haindls bevorzugte Lösung ist die mit weitem Abstand billigste: Ein offenes Regenrückhaltebecken zwischen Rott-Nord und Meiling. Aus dem kann dann gegebenenfalls das Wasser dosiert in den ohnehin zu erneuernden Kanal im Leitengraben abgelassen werden, Rückstau am Bahndamm wäre dann passé. Davon waren die Gemeinderäte ganz schnell überzeugt. Ob das bevorzugte Grundstück geeignet ist, muss noch überprüft werden. Nicht nur der Bürgermeister hatte Kindheitserinnerungen an Müllablagerungen.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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