Wieder beste bayerische Sparkassse

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Bayerns Sparkassenpräsident Theo Zellner (Zweiter von rechts) wollte sich ansehen, wer da zweimal hintereinander zu Bayerns bester Sparkasse gewählt wurde und kam zur Preisübergabe an die Direktoren Peter Schwertberger und Richard Steinbichler, Verwaltungsratsvorsitzenden Bürgermeister Michael Kölbl und Personalratsvorsitzenden Markus Keller (von rechts) zur Personalversammlung.

Wasserburg - Ein erfolgreiches 2012 für die Wasserburger Sparkasse: Zweimal in Folge Bayerns beste Sparkasse, Steigerungen in allen Bereichen und ein Plus beim Ertrag.

Wasserburg - Bayerns beste Sparkasse? Zweimal in Folge? Ja - sagen die Online-Banking-Kunden. 2011 beschlossen die 72 bayerischen Sparkassen, eine Online-Umfrage zur Qualität des Angebotes zu machen. Und da bekam die Sparkasse Wasserburg von ihren Kunden Bestnoten, gewann zur eigenen Verwunderung, wie Direktor Richard Steinbichler verschmitzt zugibt, traute dem Frieden aber nicht recht.

2012 allerdings, bei der zweiten Befragung aller Online-Kunden, bestätigte sich das Ergebnis - die schlechteste Note waren 88 von 100 möglichen Punkten - , fiel in den einzelnen Kategorien zum Teil noch deutlicher aus. 17 Kriterien seien abgefragt worden, bei 13 landete die Sparkasse Wasserburg bayernweit auf Platz eins oder zwei, "das hat uns bald zum Platzen gebracht vor Stolz", gibt Steinbichler gerne zu.

Den Preis überreichte Sparkassenpräsident Theo Zellner höchstpersönlich bei der Personalversammlung - "und das war die erste Personalversammlung, bei der er war", sagt Vorstand Peter Schwertberger mit hörbarem Stolz in der Stimme. Stolz auf die 255 Mitarbeiter. "Ein tolles, kompetentes, engagiertes Team", sind sich die beiden Vorstände einig.

Ein Team, das durch die quer durch die Altersgruppen stetig steigende Nachfrage nach Online-Banking nicht gefährdet ist, wie die Verantwortlichen betonen. Was zum unter anderem daran liegt, dass zwar der normale Zahlungsverkehr wie Überweisungen oder Daueraufträge gerne via Internetbanking abgewickelt werden, die Kunden sich auch über alle möglichen Produkte informieren, aber viel weiter geht es nach laut Robert Minigshofers Erfahrung nicht. Der Leiter des e-Business der Sparkasse hat festgestellt, dass die Kunden zum Abschluss von Geldanlagen oder Versicherungen die Kunden dann doch lieber in ihre jeweilige Geschäftsstelle gehen.

17 davon gibt es, damit gehört die Sparkasse Wasserburg zu den kleinen im Freistaat. Aber zu den starken, wie Steinbichler betont. Der Koeffizient, der das Verhältnis von Eigenkapital zu Risikoaktiva abbildet, liegt bei knapp 20 Prozent (gefordert wären acht Prozent) und ist "weit überdurchschnittlich". Das Geld der Kunden wird "erzkonservativ" zum Beispiel in Pfandbriefen angelegt, bei den 688 Millionen Euro Gesamteinlagen leiste sich die Sparkasse keine offene Flanke, so Steinbichler.

Die Bilanzsumme betrug im vergangenen Jahr 923 Millionen Euro, zehn mehr als im Vorjahr. Die Gesamteinlagen der knapp 50000 Kunden betrugen 688 Millionen Euro (plus 15 Millionen), die Gesamtausleihen 570 Millionen (plus 31 Millionen). 51 Millionen Euro, ein Drittel mehr als noch 2011, sagte die Sparkasse an Krediten allein im Wohnungsbau zu, 155 Millionen (plus 37 Millionen) und damit neuer Rekord, waren es insgesamt. Inflationsangst und Flucht in Sachwerte spielten da eine große Rolle, so Schwertberger, ebenso das niedrige Zinsniveau.

Diese günstigen Zinsen langfristig zu sichern, ließ viele Kunden auf Bausparverträge zurückgreifen. Stark sei man auch beim regelmäßigen Sparen und die Lebensversicherungen seien nach wie vor ein Klassiker der Altersvorsorge. Auch aus rein vertreiblicher Sicht könne die Sparkasse Wasserburg mit 2012 sehr zufrieden sein. "Wir haben überall ein gesundes Wachstum, das aus der Fläche kommt", so Schwertberger.

Gewachsen ist auch der Ertrag, selbst wenn die Direktoren den noch nicht genau beziffern können, da die Bilanz 2012 noch nicht komplett fertiggestellt ist. Sie gehen aber davon aus, dass das "sehr gute" Ergebnis von 2011, als man nach Abzug der Steuern und Stärkung der Reserve einen Jahresüberschuss von 2,65 Millionen Euro auswies, 2012 übertroffen wird.

Die gesunde Basis der Sparkasse in der Region soll nach dem Willen der Verantwortlichen erhalten bleiben. Auch deswegen bildet die Sparkasse ihren Nachwuchs gern selber aus. Für 2013 wären sogar noch Ausbildungsplätze frei. Aber nicht nur beim Personal baut die Sparkasse auf junge Leute: 2002 wurden der Knax-Club und der S-Club für die Kunden von sechs Jahren bis Anfang/Mitte 20 gegründet. Die bekommen mit ihren Clubkarten bei vielen regionalen Kooperationspartnern besondere Angebote, das Team der Marketingabteilung rund um Minigshofer organisiert zudem mehrere Ausflüge pro Jahr, demnächst geht es beispielsweise mit rund 100 Jugendlichen zum Skifahren nach Hochfügen. Über 7200 Kinder und Jugendliche, Tendenz steigend, sind Mitglied in den Clubs.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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