Griesstätter Rat informiert sich über geeignete Flächen

Windkraft nur im Murnholz

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Griesstätt - Zur Energiewende auf lokaler Ebene gehören auch Gedanken zu möglichen Windkraftanlagen vor Ort. In Griesstätt steht dafür aber nur begrenzt Fläche zur Verfügung:

Über den aktuellen Stand des Regionalplans für die Region Südostoberbayern informierte Bürgermeister Franz Meier den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Auf Griesstätter Gebiet kämen demnach nur begrenzte Flächen in Frage, die jedoch weitgehend im Bereich eines Waldes liegen.

Im Rahmen einer kürzlich abgehaltenen Versammlung des Regionalen Planungsverbandes Südostoberbayern wurden Planungen fortgeschrieben, durch die geeignete Flächen für große Windräder, aber auch Gebiete, in denen eine Errichtung nicht erwünscht ist, ausgewiesen werden sollen. So genannte "Tabuzonen" hängen unter anderem mit naturschutzrechtlichen Anliegen sowie dem Abstand möglicher Windkraftanlagen zu Wohnsiedlungen zusammen.

Da es sich bei Windrädern grundsätzlich um privilegierte Bauvorhaben handelt, haben die Kommunen nur über eine frühzeitige Ausweisung von Konzentrationsflächen die Möglichkeit, bestimmte Bereiche von solchen Anlagen freizuhalten beziehungsweise gezielt als Standorte in ihrem Gemeindegebiet auszuweisen.

"Für unsere Region wurde nun zusätzlich beschlossen, den ursprünglichen Abstandspuffer für Windkraftanlagen von mindestens 400 Metern zur Wohnbebauung auf 800 Meter zu erweitern", erklärte Bürgermeister Franz Meier. Durch diese Regelung schütze man die Anwohner potenzieller Windräder zusätzlich vor möglichem Lärm und die künftige Ortserweiterung in der Nähe solcher Anlagen werde durch den größeren Abstand nicht eingegrenzt.

Im Gemeindegebiet weist eine Karte des Regionalen Planungsverbandes geeignete Flächen für Windräder nur im Osten des Ortsteils Bergham aus. Sie liegen beinahe vollständig im "Murnholz" und damit in einem zusammenhängenden Waldgebiet.

Nicht zuletzt aus diesem Grund zweifelten die Mitglieder des Gemeinderats eine tatsächliche Nutzung zur Stromproduktion offen an, da eine Abholzung zur Errichtung von Windrädern unter dem Aspekt des Umwelt- und Naturschutzes höchst fragwürdig sei.

Bürgermeister Franz Meier wagte zudem eine weitere Prognose: "Bis es wirklich konkrete Pläne für Windkraftanlagen in den einzelnen Gemeinden geben wird, vergehen sicher noch mehrere Jahre."

reg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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