Mehr Betreuungsplätze im Altenheim

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Segnung der Erweiterung durch den Altenheimseelsorger Wolfgang Fischer (Mitte) nichts mehr zu merken. Denn Stiftungsvorstand Friedrich Seipel (links) und Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots (rechts)

Wasserburg - Am Ende wurde es noch ganz knapp: Nur einen Tag vor der Einweihungsfeier der Erweiterung des Altenheims Maria Stern rückten die letzten Handwerker ab:

Seit fünf Jahren betreibt die Stiftung Attl nun das Altenheim Maria Stern in der Burg, die für die Stadt Wasserburg das Wahrzeichen ist. Im Jahr 2006 kaufte auch die Kreishandwerkschaft Rosenheim die Burg von den Schwestern vom Orden Maria Stern. Schon damals war Bürgermeister Michael Kölbl viel daran gelegen, dass das Altenheim den Wasserburger Bürgern erhalten und das Gebäude für die Allgemeinheit offen bleiben soll. Jetzt wurde das Altenheim in den Räumen von Burg 11 erweitert und feierlich eingeweiht, gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Die Anzahl der Betreutenplätze stieg damit von 62 auf 73.

Nach der Zeremonie noch bummeln gehen, das konnten Bewohner und geladene Gäste auf der Burg beim Adventsbasar im Altenheim.

Erst am Freitag waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen worden und ein weiteres leidiges Thema gehört von nun an der Vergangenheit an: Mit einem weiteren Fluchtweg von Burg 11 aus erfüllt man nun auch die wichtigen Brandschutzauflagen.

"Ich fühle mich fast wie ein Hausherr", bekannte Wasserburgs Erster Bürgermeister Michael Kölbl zu Beginn seiner Rede in den neuen Räumlichkeiten von Maria Stern. Die Erweiterung sei nicht zuletzt durch die Franz-Xaver-Stadler-Stiftung der Stadt Wasserburg möglich gemacht worden. 420000 Euro waren nötig gewesen, für 5000 Euro im Jahr habe die Stadt nun das Erbbaurecht an die Kreishandwerkerschaft ausgegeben. Davon könnten alle Beteiligten profitieren, denn sowohl die Kreishandwerkerschaft als auch die Stiftung Attl erhöhten die Wirtschaftlichkeit des Burgkomplexes. So haben letzten Endes auch vor allem die Senioren, die hier leben, etwas davon. Das bedeutet dem Bürgermeister sehr viel, lebte doch bis vor kurzem sein Vater im Altenheim Maria Stern.

"Ich freue mich, dass hier zwei sture Köpfe zusammen- gefunden haben", fügte Kölbl mit einem Augenzwinkern hinzu und spielte dabei auf den langen Prozess der Einigung zwischen dem Betreiber des Altenheims und dem Besitzer der Burg an. Davon war jedoch in den Reden von Stiftungsvorstand Friedrich Seipel und Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots nichts mehr zu merken. Seipel freute sich, dass letzten Endes alles doch recht schnell gegangen sei. Er lobte den hohen persönlichen Einsatz von Schloots und präsentierte den über 60 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik stolz die neuen Räumlichkeiten.

Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft war vor allen Dingen froh darüber, dass die Arbeit an diesem Projekt nun ein Ende habe, und betonte wie wichtig der Handwerksinnungen ihr soziales Engagement sei. In diesem Sinne bedankte er sich bei allen Sponsoren, die zum Erfolg mit beigetragen hatten.

Der Altenheimseelsorger Pfarrer Wolfgang Fischer segnete anschließend im Beisein von Kreishandwerksmeister Schloots und Stiftungsvorstand Seipel die Räumlichkeiten. Für mehr Anerkennung der Altenpflegeberufe und die Würde der alten Menschen hatte der Seelsorger in dem der Einweihung vorangestellten Gottesdienst gepredigt. Das Altenheim Maria Stern solle eine Burg sein, in der sich die Menschen angenommen fühlen.

Gut angenommen fühlten sich mit Sicherheit auch die vielen Gäste bei dem der Einweihung folgenden Adventsbasar im Rittersaal der Burg. Dieser bot neben vorweihnachtlichen Schmankerln und stimmungsvoller Zither-Musik viele Accessoires für die Weihnachtszeit und jede Menge Kaffee und Kuchen.

mw/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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