Hackschnitzel für sieben statt fünf

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Die Leitung für die Wäremeversorgung des Soyener Pfarrzentrums liegt, der Winter kann kommen.

Soyen - Gut gemeint war der Vorschlag im Gemeinderat, die Anliegerstraße in Mühlthal im Rahmen der Kanalbaumaßnahme gleich zu asphaltieren, statt den bisherigen Kiesweg zu belassen.

So wurde zu diesem Thema eine Bürgerbefragung durchgeführt. Ergebnis: negativ, denn die Mehrheit der Anlieger ist dagegen. So war es nicht schwer, im Gemeinderat auch ein einstimmiges Votum für die kostengünstigere Variante einer "Mineralbetonschicht" zu finden, die nach der Anbindung der Häuser an die neue Kanalleitung abschließend aufgetragen wird. Das Oberflächenwasser wird, soweit es geht, durch die Geländeneigung in Gullis eingeleitet.

Laut eines Bundesfinanzhof-Urteiles können Hausbesitzer, die seit dem 8.Juli 2000 einen privaten Wasseranschluss bekommen haben, zuviel gezahlte Umsatzsteuer geltend machen. Hierzu gab es nun einen einstimmigen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates, ihren Bürgern dieses auf Antrag bis Ende des Jahres 2009 zu gewähren. Die nötigen Formulare hierzu werden an die betreffenden Haushalte verschickt, so beschloss man es im Gemeinderat.

Immer noch beschäftigen muss sich der Gemeinderat mit der Beschilderung im Ort. Die Firma Grundner in Hub stellte nochmals den Antrag, ein Firmenschild aufstellen zu dürfen. Diesmal ging es darum, noch ein zusätzliches Firmenschild auf eigenem Grund in Soyen befestigen zu dürfen, was einige Diskussionen über die Notwendigkeit solcher Werbeschilder hervorrief. So wäre es im heutigen Zeitalter durchaus üblich, Bestimmungsorte per "Navi", also Navigationsgerät, zu finden, äußerten sich einige Stimmen im Gemeinderat. Dennoch einigte man sich auf eine Genehmigung des Firmenhinweisschildes für die Baufirma Grundner.

Einer Bauanfrage zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage am Kitzberg wurde stattgegeben.

Ein weiterer Punkt der Sitzung waren Straßengrundgeschäfte in Schabau. Über den möglichen Tausch des im schlechten Zustand befindlichen "Mühlweges" mit einer Privatstraße war schon diskutiert worden. Nun scheinen die Wege geebnet für eine "Straßeneinziehung" auf der Länge von etwa 325 Metern des öffentlichen, aber derzeit kaum befahrbaren Feld und Waldweges. Im Gegenzug dazu müssen einige private Grundstücksteile erworben werden, um die neue Trasse - die derzeit eigentlich schon von Anliegern genutzt wird - öffentlich widmen zu können. Das Straßeneinzugsverfahren wird nun öffentlich ausgelegt.

Weiter voran geht es mit der Kanalerneuerung von Mühlthal Richtung Pichl. Vergeben wurden nun die TV-Inspektion und Dichtigkeitsprüfungen der neuen Kanäle und Druckleitungen im Bereich Mühlthal und Pichl an die Firma "Kanalservice Braunen" in Griesstätt als günstigsten Bieter. Währenddessen wurden die Leitungen entlang der Straße von Mühlthal nach Pichl "eingepflügt": ein Gerät verlegte 2,8 Kilometer in anderthalb Tagen. Im Zuge der Kanalarbeiten soll auch die Straße verbreitert werden, hieß es aus dem Rathaus.

In den letzten Wochen wurden vermehrt Bagger am Feuerwehrhaus und am Pfarrzentrum gesichtet: Die Gräben mit den Leitungen zu Pfarrzentrum und Sparkasse - die zu den fünf gemeindlichen Gebäuden hinzu kommen - sind bereits verlegt, und der Anschluss an die Hackschnitzel-Heizanlage bis an die Gebäude vorbereitet. Der Winter kann kommen.

mbe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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