"Hohe Schlagkraft auf breiter Front"

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Rüstwagen, Einsatzleitwagen und ein Gerätewagen für Hochwasser und Unwetter (von rechts): Neben städtischen Geldern steckt auch viel Feuerwehr-Eigenleistung in den neuen Fahrzeugen.

Wasserburg - Gleich drei neue Fahrzeuge wurden am Sonntag bei der städtischen Feuerwehr geweiht und offiziell in Dienst gestellt. Sie waren in den letzten Wochen teilweise bereits im Ernstfall im Einsatz.

Einsatzleitwagen, Rüstwagen und Gerätewagen Unwetter/Hochwasser: Als "unglaublich schön" bezeichnete es Kommandant Georg Schmaderer bei der Einweihungsfeier im Gerätehaus, die drei neuen Fahrzeuge, zwei davon als Ersatzbeschaffung, im Fuhrpark der Wehr offiziell in Dienst stellen zu dürfen. Gerade der Einsatzleitwagen, dessen Vorgängerfahrzeug vor eineinhalb Jahren aufgrund eines unvorhersehbaren Motorschadens kurzfristig ausgemustert werden musste, habe im Einsatzdienst in den vergangenen Monaten immens gefehlt.

Künftig wird dieses Fahrzeug als Führungseinheit für den Löschzug, zum Mannschaftstransport und als Funkkommunikationszentrale bei Schadensfällen im Außenbereich dienen. Ergänzend wurde von der Stadtverwaltung ein Laptop mit einem internetbasierten Geoinformationssystem zur Verfügung gestellt.

Der neue Rüstwagen ersetzt den bisherigen "Rüstwagen klein". Das 385.000 Euro teure Fahrzeug wird bei technischen Hilfeleistungen jeglicher Art eingesetzt, von Verkehrsunfällen über Chemie-, Strahlen- und Öleinsätzen bis zur Höhenrettung. Mit dem eingebauten Generator können auch größere Stromabnehmer im Außenbereich versorgt werden. Das Fahrzeug fährt überörtlich im gesamten Landkreis Rosenheim und bedient bei Großschadensfällen auch die Nachbarlandkreise. Es war seit Indienststellung im Februar 2010 bereits 27-mal im Einsatz, zuletzt beim schweren Verkehrsunfall nahe Kirchensur am Wochenende.

Als fast einmalig bezeichneten die Redner den neuen Gerätewagen Unwetter/Hochwasser. In Feuerwehrkreisen hatte sich ein eigener Fachbereich gebildet, um das Fahrzeug zu planen und anschließend in 500 freiwilligen Arbeitsstunden baulich umzusetzen. Das Auto diente in den zurückliegenden 24 Jahren bei der Stadtfeuerwehr bereits als "Rüstwagen klein". Künftig wird er, mit zahlreichen Spezialpumpen, Motorsägen und Planen ausgestattet, in Hochwasserfällen und bei Starkregen-Ereignissen Verwendung finden.

Äußerst erfreut zeigte sich Bürgermeister Michael Kölbl über das Engagement "seiner" Feuerwehrler. Es sei zwar außergewöhnlich, gleich drei Fahrzeuge parallel einzuweihen. Kölbl wertete dies jedoch als Ausdruck dafür, wie wichtig der Stadt ihre Feuerwehr und insbesondere die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte sei. Dies rechtfertige auch die hohen Ausgaben von über 500.000 Euro innerhalb weniger Jahre für in die städtische Feuerwehr: "Hohe Schlagkraft auf breiter Front" sei so gewährleistet, so Kölbl. In den kommenden Jahren gelte es, über die Neubeschaffung eines Löschfahrzeuges und die Sanierung des Feuerwehrhauses nachzudenken.

Kreisbrandinspektor Wimmer stellte die immer wichtiger werdende Rolle der freiwilligen Feuerwehren als Selbsthilfeorganisation heraus.

Zum Abschluss der Feierlichkeit sprachen Pfarrerin Cordula Zellfelder sowie Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl das ökumenische Segensgebet für die neuen Einsatzfahrzeuge, "neue Fahrzeuge, um Menschen helfen zu können".

tro/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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