Was macht Maitenbeth so gut?

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Maitenbeths Bürgermeiser Josef Kirchmaier.

Maitenbeth - Die Gemeinde Maitenbeth hat mit 15 anderen Gemeinden mitgemacht beim Landkreis-Wettbewerb "Familienfreundliche Gemeinde". Interview mit Bürgermeister Josef Kirchmaier.

Am Mittwoch erfuhr Bürgermeister Josef Kirchmaier, dass seine Gemeinde nach Schwindegg die zweitfamilienfreundlichste ist. Wir sprachen mit dem Bürgermeister, was seine Gemeinde so gut für Familie macht.

Frage: Was macht denn Maitenbeth für Kinder?

Kirchmaier: Für Kinder ist bei uns echt viel passiert und wir haben viel dafür investiert. Bei uns gibt es im 2004 eröffneten neuen Kindergarten von Anfang an eine Ganztagesbetreuung mit Mittagessen. Dorthin kommen auch Schulkinder, rund ein Dutzende essen mit den Kindergartenkinder zu Mittag und können am Nachmittag bleiben. Die Kinderkrippe haben wir zwar noch nicht eingeweiht, aber seit Herbst vergangenen Jahres sind dort die Kleinkinder, mit 17 ist die Krippe voll. Das Personal dort war von Anfang an für alles offen und es klappt wunderbar.

Frage: Und was passiert für junge Familien?

Kirchmaier: Wer offen ist, wird überall angenommen. Die Mütter und Väter lernen sich im Kindergarten kennen, bleiben in der Schule verbunden, wir haben viele Vereine, die Turnhalle stellt ihnen die Gemeinde kostenlos zur Verfügung.

Frage: Und was bietet die Gemeinde den Älteren?

Kirchmaier: Das ist ein bisschen ein Knackpunkt wo wir sicher noch Handlungsbedarf haben. Die meisten alten Menschen wollen zu Hause bleiben. Ein betreutes Wohnen kann eine kleine Gemeinde wie wir nicht alleine stemmen, wir bräuchten einen Investor und dann wäre diese Anlage wohl schnell voll. Wir haben Seniorennachmittage eine Apotheke bringt das Bestellte nach Maitenbeth. Aber nötig wäre eine Koordinationsstelle für Fahrdienste und andere Dienste. Auch mit den Informationen happert es, Ältere schauen sich nicht unsere Homepage an. Um alle mit gleichen Informationen zu versorgen, arbeiten wir an einem Gemeindeblatt. Die demografische Entwicklung ist aber ein Problem, wobei Maitenbeth Zuzug von jungen Familien hat, es kommen wesentlich mehr Anfragen als wir Baugrund haben.

Frage: Schon überlegt, wofür das Preisgeld von 7000 Euro verwendet werden könnte?

Kirchmaier: Nein, ich habe ja nicht damit gerechnet und ich werde das auch nicht alleine entscheiden. Gelohnt hat sich das Mitmachen auf alle Fälle, denn wir haben eine sehr ausführliche Bedarfs- und Nutzungsanalyse gemacht. Wir hatten ein Gremium und es ist unglaublich was man in den Gesprächen entdeckt, was man eigentlich schon alles hat und wo es hapert.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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