Isener Fußballer stehen ohne Leitung da

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Fußballurgestein Erwin Scholz zieht sich nach zehn Jahren an der Spitze zurück.

Isen - Das Freizeitheim platzte bei der Hauptversammlung der TSV-Fußballer aus allen Nähten und es wurde eine lange Nacht, denn nach dem Rücktritt von Spartenleiter Erwin Scholz platzten die Vorstandswahlen.

Scholz verwies in seinem kurzen Rückblick auf den glücklichen Nichtabstieg der Ersten, freute sich über den Aufstieg der Zweiten und auch im Jugendbereich laufe alles bestens. "Es gibt aber ein großes Schiedsrichterproblem, dies schon seit Jahren, hier tut sich leider gar nichts", stellte Scholz fest. Bei den Bauplänen am Sportplatz habe man mit Christian Appel einen guten Mann gefunden, die Gemeinde habe sie schon abgesegnet. Mit viel Eigenleistung und mit dem Hauptverein soll in dieser Richtung nun etwas vorwärts gehen.

"Ich will mich nicht mehr ärgern, nach zehn Jahren auf der Kommandobrücke ist nun endgültig Schluss", waren seine Schlussworte. Dass mit Schriftführer Hans Pickl sowie Schatzmeister Heiko Koxholt weitere Vorstandsmitglieder ihre Ämter niederlegten, machte die Angelegenheit nicht einfacher.

Der Verein hat zwar gut gewirtschaftet, doch die Sportplatzsanierung hat mit 4000 Euro ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen. Ohne verschiedene Festaktivitäten könne die Abteilung schon längst nicht mehr überleben und auch hier seien kritische Überlegungen angebracht, bevor es richtig brenne, warnte der Schatzmeister.

Die engagierte Jugendleiterin Birgit Irmer lobte ihr Team und besonders Thomas Blaha, der als Zivi sich stark im Jugendbereich engagierte und sehr beliebt war.

Leo die Bello, einer der drei Vorstände von der JFG Isental, sprach über 14 Mannschaften, davon wurden drei Meister und von den 285 Jugendlichen sind 112 Spieler vom TSV Isen. Im Startjahr konnte man gleich eine gute Saison vermelden.

Nach der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft wollte Wahlleiter Axel Darms eigentlich zu den Neuwahlen schreiten, doch sein Versuch war schnell beendet. Nachdem Scholz nicht mehr zu überreden war, stimmte auch Bürgermeister Siegfried Fischer für einen Neuanfang, denn es müsse ein frischer Wind rein und den Erwin brauchte man sicher in einer anderen Funktion. Sein Vorschlag war Hans Stangl, doch der sah sich im Stich gelassen ohne Kassier und Schriftführer und wollte nicht alleine antreten. Er redete auch den Mannschaften ins Gewissen, mit der zuletzt gezeigten Einstellung gehe es nicht weiter. Es wolle eine Crew zusammenstellen, brauche aber dazu Hilfe. Eine außerordentliche TSV-Versammlung soll in drei Monaten stattfinden, bis dahin wird die Sparte kommissarisch geleitet.

Bei Wünsche und Anträge legte Hauptvorstand und Architekt Christian Appel verschiedene Pläne für das Projekt am Sportplatz vor. Doch ohne Gemeinde, dem Hauptverein, den Firmen und der intensiven Eigenleistung gehe nichts. Auch Bürgermeister Fischer befürwortete das Konzept, worauf man aufbauen könne, blieb aber skeptisch, ob die Eigenleistungen die Fußballer dies reißen können.

ob/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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