13 Jakobs und neun Annas

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Wasserburg - Jakob und Johanna waren 2009 die beliebtesten Vornamen in Wasserburg. Jakob konnte sich auch 2010 auf dem ersten Platz behaupten, Johanna fällt dagegen wieder zurück.

Im Jahre 1782 gab Friedrich Ehrhart in seinem Namens-Knigge Tipps zur "Benennung deutscher Kinder". "Deutsch" sollte ein Name klingen und so kurz wie möglich sollte er sein. "Viele Namen dienen zu nichts als uns und anderen mehr Arbeit im Schreiben zu machen", so Ehrhart.

Anno 2011 sieht so einiges anders aus. Jungs heißen schon lange nicht mehr Reinherz, und nach einer Edeltraud sucht man unter den unter 20-Jährigen lange.

Die Vornamensstatistik 2010 der Stadtverwaltung führt bei den männlichen Neugeborenen Jakob an. Insgesamt 13-mal wurde er in Wasserburg im vergangen Jahr vergeben. Dicht gefolgt von Maximilian, zwölf kleine Wasserburger erhielten den Namen, der im Bayern traditoneller Spitzenreiter ist. Auf dem dritten Platz landet Felix, elf 2010er heißen so. Den vierten Platz müssen sich Elias, Johannes und Jonathan teilen, acht Geburten im vergangen Jahr. Die Top Fünf schließen mit Lukas, dem bundesweiten Zweiten (sieben Neugeborene).

Bei den Mädchen gewinnt in Wasserburg Anna (9), ein in Bayern generell recht beliebter Name. Auf Platz zwei finden sich Johanna und Laura (8). Bronze geht an Theresa und Magdalena, die Heiligen-Urform von Lena (7). Interessant ist, dass beide Namen nicht direkt in der bayern- wie auch in der bundesweiten Statistik auftauchen. Allerdings kommt die Kurzform Lena deutschlandweit auf den dritten, bayernweit sogar auf den ersten Platz. Hat hier der Promi-Faktor Lena Meyer-Landrut mitgespielt?

Auf den vierten Platz schafften es Franziska, Leonie und Julia (6). Julias gibt es in Deutschland mehrheitlich seit den 70er-Jahren, Leonies sogar erst seit den 80er-Jahren. An fünfter Stelle der Wasserburger Namenshitparade sind Hannah, Luisa und Mia (5). Mia, übrigens die bundesdeutsche Nummer eins, ist die skandinavische Form von Maria und stößt hierzulande erst seit einigen Jahren auf Popularität. Interessant ist das Wiederaufkommen des urprünlich hebräischen Namens Hanna, der inzwischen verhäuft in der englischen Variante geschrieben wird, also Hannah.

Das Standesamt Wasserburg verzeichnet für 2010 insgesamt 587 Geburten, darunter 271 Mädchen und 316 Buben. 67 von 316 Buben führen demnach einen Namen aus den Top Fünf der Rangliste, bei den Mädchen trifft dies sogar auf mehr als die Hälfte zu, auf 139 von 271.

Florian Lentner/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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