Keine positive Bilanz

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Auf dieses Dach soll die neue Solaranlage.

Rott - "Das vergangene Jahr war nicht so gut wie die vorhergehenden." Die Bilanz der Geschäftsführung der Bürger-Solarkraftwerk Rott GmbH fiel für das vergangene Jahr nicht gerade positiv aus.

In der Gesellschafterversammlung im Sitzungssaal des Gemeindehauses begrüßte Versammlungsvorsitzender Paul Kreuzer auch Bürgermeister Schaber. Geschäftsführerin Carola Kahles erläuterte die Finanzsituation, die durch das sonnenarme Jahr 1000 Euro weniger an Einnahmen brachte als 2008. Die Anlage am Wertstoffhof habe aufgrund besonders häufigen Nebels und vielleicht auch wegen der Beschattung durch Bäume weniger produziert als die Anlage auf dem Hauptschuldach. Deshalb werde es heuer keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter geben, teilte sie mit.

Geschäftsführer Martin Kaltenhauser-Barth, zuständig für technische Fragen, bestätigte einen Minderertrag von 2,5 Prozent an der Schule und 9,6 Prozent am Wertstoffhof. Dennoch liege die GmbH insgesamt noch über den ursprünglich im Vertrag angesetzten Ertrag.

Die Frage an den Bürgermeister, ob eventuell die Bäume um einen Meter zurückzuschneiden seien, wurde von Fachleuten unter den Gesellschaftern unterschiedlich kommentiert - auch dahingehend dass Zurückschneiden die Wuchsfreude der Bäume noch erhöhen könnte. Dennoch beschloss die Versammlung, es erst einmal mit Zuschneiden zu versuchen, was auch Bürgermeister Schaber befürwortete.

Renate Erb-Jahn legte einen ausführlichen Bilanzbericht vor, der mit einem Jahresüberschuss von 3416 Euro geringer ausfällt als im Vorjahr. Mit der Errichtung einer neuen Anlage könne man im laufenden Geschäftsjahr aber einiges an Steuern einsparen.

Nach der Entlastung der Vorstandschaft erläuterte Geschäftsführer Kaltenhauser-Barth die Rentabilität der Anlagen hinsichtlich der geplanten Kürzung der Einspeisevergütung um 16 Prozent.

Der Termin für die Änderung sei inzwischen vom Juli auf den 1. Oktober verschoben worden. Dennoch sei er überzeugt, dass sich Rotter Anlagen weiterhin rentieren würden. Eine neue Anlage zu bauen, wie schon lange auf dem Grundschuldach geplant, sei derzeit auf Grund gesunkener Preise für die Module durchaus wirtschaftlich.

Allerdings sei nicht bald mit der vorher notwendigen Sanierung des Schulgebäudes zu rechnen. Andere Dächer seien deshalb gefragt.

Von den vielen Vorschlägen aus der Versammlung blieb schließlich das Dach des Feuerwehrhauses übrig. Auch der Bürgermeister hielt diesen Vorschlag für machbar und sagte zu, mit Feuerwehr und Schützenverein zu sprechen.

Nach dem einstimmigen Votum der Versammlung für den Neubau wird die Bürger-Solarkraftwerk Rott GmbH nun einen entsprechenden Antrag an den Gemeinderat richten und inzwischen technische und finanzielle Möglichkeiten erkunden. Dass der Neubau eine Gewinnausschüttung im nächsten Jahr verhindere, wie Geschäftsführerin Carola Kahles betonte, nahmen die Gesellschafter billigend in Kauf.

ags/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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